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Programmierer entwickelt "Schildmaske" für Pflegepersonal

23.3.2020 12:06 Uhr

Das Coronavirus hat auch die Türkei weiter fest im Griff – und viele Menschen wollen in dieser Situation helfen. So wie der Programmierer Gökhan Zingil, der eine "Schildmaske" für medizinisches Personal entwickelt hat. Gemeinsam mit dem Kollektiv "3 Boyutlu Destek" (Dreidimensionale Unterstützung) ist er jederzeit bereit, für die Regierung in Produktion zu gehen.

Rund zwei Stunden dauert die Fertigung einer der Schildmasken (Bild: dha)

"3 Boyutlu Destek"-Kollektiv

Programmierer und Besitzer von 3D-Druckern aus der ganzen Türkei haben sich zusammengeschlossen, um ihren Teil bei der Eindämmung der Coronakrise beizutragen. Das Kollektiv, welches am Montagmorgen bei insgesamt 641 Teilnehmern oder Organisationen/Firmen und 1203 3D-Druckern in 69 Provinzen lag, hat es sich zur Aufgabe gemacht, medizinisches Equipment für Krankenhäuser zu produzieren.

Mitmachen kann jeder, der einen 3D-Drucker hat oder bei der Herstellung von Plänen helfen kann. Anmelden kann man sich für das Kollektiv unter der Internetseite https://3boyutludestek.com/ - und zwar sowohl, um dabei mitzumachen, als auch, um Unterstützung für medizinisches Equipment anzufordern.

Fertige Masken (Bild: dha)

Die Schildmaske zum Schutz vor Covid-19

Wie Gökhan Zingil der Demirören Nachrichtenagentur erzählt, wolle man Lehren aus der Corona-Krise in Italien ziehen: "In Italien haben zwei kleine Unternehmen ein wichtiges Teil für Beatmungsgeräte, welches nicht ausreichend lieferbar war, innerhalb von 24 Stunden entwickeln und 100-fach herstellen können. Da dies auch hier passieren könnte, haben wir überlegt, was wir tun können und uns mit Medizinern und anderen Akademikern kurzgeschlossen und ihre Meinung eingeholt. Es gibt viele Menschen in der Türkei, die wie wir denken. Deshalb haben wir auf den Sozialen Medien um Unterstützung gebeten. Zunächst schlossen sich uns ein paar Freunde aus Istanbul an, dann gründeten wir eine Plattform im Internet."

Warten auf den Auftrag vom Gesundheitsministerium

Mittlerweile ist das Kollektiv für "Dreidimensionale Unterstützung" rasant gewachsen und bereit, die Schildmasken und anderes medizinisches Equipment herzustellen. Gerade die Masken, die problemlos auch über eine Brille und Mundschutz getragen werden können, könnten schon bald in Serienproduktion gehen. Alle Mitglieder des Kollektivs arbeiten ehrenamtlich. "Wir warten auf den Auftrag. Sobald der kommt, sind wir bereit", so Gökhan Zingil.

(Berna Ehrhardt)

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