imago images / Sven Simon

Profis sollen beim Bundesliga-Neustart mit Masken auflaufen

24.4.2020 20:10 Uhr

Es ist ein Vorschlag, der unrealistischer kaum sein kann: Das Bundesarbeitsministerium rät in einem internen Papier, dass die Profis beim Neustart der Fußball-Bundesliga Schutzmasken tragen sollen.

So zitiert es das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" aus der dreiseitigen Stellungnahme des Referates Arbeitsschutz zum Hygienekonzept der Deutschen Fußball Liga (DFL). Die medizinischen Masken dürften nicht verrutschen und müssten alle 15 Minuten gewechselt werden.

Doch ist das wirklich umsetzbar? Fußball ist ein körperbetonter Sport, ein Verrutschen der Masken ist kaum vermeidbar. Zudem würde durch das 15-minütige Wechseln der Masken ständig Pausen entstehen, die den Spielfluss empfindlich stören könnten.

Quarantäne als Alternative

Als Alternative schlägt das Bundesarbeitsministerium vor, alle Mannschaften samt Trainern und Betreuern bis zum Ende der Saison in eine dauerhafte Quarantäne zu schicken, beispielsweise in einem Hotel. Das Arbeitsministerium bestätigte auf Spiegel-Nachfrage, das Papier sei im Ressort erstellt worden. Allerdings handele es sich um einen "ersten Arbeitsentwurf", der Minister Hubertus Heil (SPD) nicht vorgelegen habe.

Die DFL hatte am Donnerstag ihren Plan für eine Wiederaufnahme der Saison in der Bundesliga und 2. Liga unter strengen Hygienebedingungen und regelmäßigen Coronatests vorgestellt. Möglicher Restart-Termin ist der 9. Mai. Voraussetzung ist die Zustimmung der Politik.

(bl/afp)

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