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Prof. Özlü: Opferfest birgt mehr Risiken als Zuckerfest

26.7.2020 13:46 Uhr

Das bevorstehende Opferfest, welches am Freitag beginnt, birgt möglicherweise größere Risiken als das Ende Mai gefeierte Zuckerfest. Durch das Aufeinandertreffen der Menschen an überfüllten Orten wie Tiermärkten und Schlachtplätzen, könnte es zu Ansteckungen mit dem Coronavirus kommen, warnt das Mitglied des türkischen Corona-Wissenschaftsrats, Professor Tevfik Özlü.

Noch keine Entscheidung über Ausgangssperre

Die Regierung habe noch keine Entscheidung getroffen, ob für das Opferfest zwischen dem 31. Juli und dem 3. August, eine landesweite Ausgangssperre oder eine Sperrung in anderen Formen verhängt wird.

„Es gibt potenzielle Risiken während der bevorstehenden Feiertage, die wir richtig angehen müssen. Das Opferfest ist riskanter als der Zuckerfest, da sich die Menschen dieses Mal auf Tiermärkten versammeln, in Gebieten, in denen Tiere geschlachtet werden und an Familientreffen teilnehmen. Die Leute werden gemeinsam feiern“, sagte Özlü auf Twitter.

Regeln müssen genau befolgt werden

In einer Reihe von Postings auf dem Kurznachrichtendienst Twitter betonte Prof. Dr. Özlü, dass in allen Phasen des Opferfests – vom Gebet über die Schlachthöfe bis hin zu den Familienbesuchen – strengste Hygiene- und Abstandsregeln beachtet werden müssen. Er forderte zudem auch die Behörden dazu auf, gerade bei den Tiermärkten strenge Kontrollen durchzuführen und gegebenenfalls Geldstrafen zu verhängen, wenn sich nicht an die Regeln gehalten werde.

Besuche auf ein Minimum beschränken

Özlü forderte die Menschen dazu auf, die Bayram-Besuche diesmal lieber per Videocall abzuhalten. Wer zu Besuchen aufbreche, solle diese am besten kurz und im Freien abhalten. Unbedingt sollte auf das traditionelle "Händeküssen" verzichtet werden, welches als Ausdruck des Respekts gegenüber Älteren gilt, genauso auf Umarmungen und Küsse zur Begrüßung.

(be)

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