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Prof. Dr. Kaya über Sommerurlaub in der Türkei in Coronazeiten, Pools und mögliche Impfungen

22.4.2020 11:58 Uhr

Prof. Dr. Ates Kara, Mitglied des türkischen Coronavirus-Wissenschaftsrats und Arzt an der Universitätskinderklinik der Hacettepe Universität, hat am Dienstag in einem Livestream auf Youtube viele Fragen zum Coronavirus beantwortet. Unter anderem, ob das Coronavirus über Schwimmbäder oder das Meer übertragen werden kann.

Prof. Dr. Ates Kara kündigte zwar an, dass es ab Juni zu einigen Lockerungen in den Corona-Maßnahmen kommen dürfte, doch "Wir sollten nicht glauben, dass es ein Sommer wie im letzten Jahr wird. Dicht an dicht gedrängt am Strand wird es nicht geben. Nur einige Lockerungen [im Gegensatz zur jetzigen Situation, Anm. d. Red.]". Jedoch könne immerhin eine Übertragung des Virus über Pools oder gar das Meer derzeit ausgeschlossen werden. Deshalb muss der Sommerurlaub in der Türkei wohl nicht komplett ins Wasser fallen, wenn man sich weiterhin an Abstandsregeln halten würde.

Kein Sommer wie im letzten Jahr

Wie Prof. Kara sagt, gebe es erste Anzeichen dafür, dass Wärme das Virus beeinflussen könne, man jedoch mehr Forschungsergebnisse brauche, bevor man darüber genauere Aussagen treffe. Trotzdem müssen die Maßnahmen, die bis zum jetzigen Zeitpunkt ergriffen worden seien, auch im Sommer weitergeführt werden. Es werde kein Sommer wie im letzten Jahr werden, den man unbesorgt genießen kann. Die Krankheit werde nicht einfach "enden", sie werde sich weiterhin verbreiten - jedoch nicht mehr so flächendeckend ansteckend sein wie momentan.

Impfung frühestens im Januar?

Prof. Dr. Kara sprach auch über die Entwicklung eines Impfstoffes. "Daran wird unter Hochdruck gearbeitet. Allerdings wird mit einer Impfung erst im Januar 2021 gerechnet. Und selbst dann wird die Impfung zunächst bei Risikogruppen angewendet, um im Anschluss weitere Schritte zu planen.

Kommt eine neue Welle?

Die Befürchtung, dass es nach den Panikkäufen von vor zwei Wochen nach der Ankündigung einer kurzfristigen Ausgangssperre zu einem starken Anstieg der Coronafälle kommen würde, habe sich bis jetzt "Gott sei Dank" nicht bestätigt. Das bedeutet allerdings nicht, dass dies nicht noch passieren könne, so Kara: "Grob geschätzt hätten wir um den 16.-17. April herum einen Anstieg sehen müssen, der bis jetzt Gott sei Dank ausgeblieben ist. Das bedeutet allerdings nicht, dass es nicht noch kommen könnte, wir haben noch den Donnerstag und Freitag vor uns."

Allerdings sehe man langsam ein Abklingen bei den Neuinfektionszahlen, was eine positive Entwicklung sei. "Wenn wir über eine Woche hinweg konstant immer weniger Fälle verzeichnen, können wir sagen, dass es in die richtige Richtung geht", so Kara.

(Berna Ehrhardt)

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