Hürriyet

Prof. Dr. Doganay Tolunay: Die Türkei muss Wasser sparen

5.2.2021 16:00 Uhr

Prof. Dr. Doganay Tolunay, Dozent für Bodenkunde und Ökologie an der Universität Istanbul erklärte, dass die Niederschläge, die in den letzten Monaten in Istanbul gefallen sind, keinen wesentlichen Einfluss auf die Belegung der Dämme haben werden, die derzeit am Austrocknen sind. Er appellierte: „Wir [die türkische Bevölkerung] müssen auf jeden Fall Wasser sparen."

Prof. Dr. Doganay Tolunay sprach mit Reportern der Nachrichtenagentur Demirlren (DHA) über die Auswirkungen des Klimawandels auf die Türkei sowie über die Wassernutzungen der türkischen Bevölkerung.

Wenn man die Durchschnittstemperatur des Jahres in der Türkei betrachten würde, sei laut seinen Angaben ein kontinuierlicher Anstieg der Temperaturen erkennbar, sodass von Zeit zu Zeit in den letzten Jahren mehrere Rekorde gebrochen wurden. Dies seien laut Tolunay Indikatoren für den steigenden Klimawandel. "Wenn die Dämme nicht zu 100 Prozent gefüllt werden, kann in großen Städten, in denen viele Menschen leben, kein Wasser mehr produziert werden", fügte er über die austrocknenden Wasserressourcen im Land hinzu.

Dürre und Überschwemmungen

Prof. Dr. Tolunay betonte des Weiteren, dass die Niederschläge in den Sommermonaten in der Türkei stärker zurückgehen würden. Dagegen würden durch Regenfälle nach langen Trockenperioden im Land Überschwemmungen verursacht werden, die beispielsweise Folgen bei der Produktion in der Landwirtschaft hervorrufen könnten.

Bild: Hürriyet

Tolunay wies darauf hin, dass der Klimawandel kein vorübergehendes Problem sei, und dass dringende Lösungen wie Wassersparen und weniger Treibhausemissionen erforderlich seien.

(gi)

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