Hürriyet

Privatschulen in der Türkei drohen bei Präsenz-Unterricht harte Strafen

19.8.2020 17:03 Uhr

Privatschulen in der Türkei ist es nicht erlaubt, normalen Präsenz-Unterricht in Räumen für Schüler bis zur siebten Klasse anzubieten. Dies sei nur ab der achten bis zwölften Klasse möglich, sagte Bildungsminister Ziya Selcuk. Andernfalls drohen harte Strafen, kündigte der 59-Jährige an.

Selcuk reagierte damit auf entsprechende Medienberichte. Demnach sollen derzeit landesweit einige Privatschulen unter dem Deckmäntelchen "Förderkurse" oder "Ausbildungskurse" Erstklässler angeworben und Präsenz-Unterricht angeboten haben.

Gesundheitsexperten fordern Vier-Wochen-Plan

In der Türkei gilt bei Beginn des neuen Schuljahres am 31. August wegen der Corona-Pandemie weiterhin der Online-Unterricht. Am 21. September sollen die Schulen wieder geöffnet und schrittweise zum Regelbetrieb übergegangen werden.

Gesundheitsexperten befürchten jedoch, dass es dann wieder zu einem starken Anstieg der Corona-Infizierten kommt und fordern in den kommenden vier Wochen wieder verschärfte Maßnahmen. Sie schlagen beispielsweise vor, die Corona-Tests von derzeit 67.000 auf bis zu 150.000 zu erhöhen und drastische Geldstrafen gegen diejenigen zu erheben, die sich nicht an Quarantäne-Regeln halten, obwohl sie wissentlich den Virus in sich tragen.

(bl)

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