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Prinzeninseln: E-Mobile statt Pferdekutschen

4.3.2020 18:10 Uhr

Einst waren die Pferdekutschen auf den Prinzeninseln eine Attraktion, mit denen Touristen die hügelige Landschaft erkunden konnten. Doch immer wieder gab es vehemente Proteste gegen die Umstände, unter denen die Tiere gehalten wurden. Jetzt setzt man auf E-Mobile statt auf Tiere.

Nachdem im Dezember bei einigen Tieren die hochansteckende Infektionskrankheit "Rotz" festgestellt wurde, hatte die Kutsch-Tradition ein Ende, als das Istanbuler Gouverneursamt den Einsatz von Pferden verbot. Seitdem arbeitete die Verwaltung an einem neuen Konzept, welches sowohl die Anwohner und auch Touristen befriedigen würde – und einigte sich auf E-Mobile in zwei Variationen. Die neuen Fahrzeuge wurden nun offiziell gekauft.

Wie der Verantwortliche für den Transport in der Istanbuler Verwaltung, Ibrahim Orhan Demir, erklärte, habe man sich für zwei verschiedene Typen an E-Mobilen entschieden, die den Einwohnern die täglichen Erledigungen vereinfachen und ebenso für touristische Zwecke genutzt werden sollen entschieden. Die Fahrzeuge unterscheiden sich in der Größe sowie im Design. Zudem wird es sie in einer offenen Version für die Sommer und einer geschlossenen Variante für die Wintermonate geben.

Zum Shoppen mit dem E-Mobil

Die eine Variante der Carts bietet Platz für 13 Passagiere. Sie wird zwischen den Anlegestegen, Veranstaltungsorten und Einkaufsmöglichkeiten verkehren und von dem Istanbuler Nahverkehrsunternehmen IETT betrieben werden. Die kleineren Fahrzeuge kommen auf Zuruf und sind vor allem für spezielle Touren über die Insel oder für persönliche Erledigungen konzipiert. Hier finden maximal fünf Personen Platz.

Die elektrischen Fahrzeuge sind umweltfreundlich und damit die perfekte Alternative zu den Pferden, die nach Jahren des Schuftens endlich in den wohlverdienten Ruhestand gehen durften. Zum Beginn der Hauptsaison sollen alle E-Mobile auf den Prinzeninseln vor der Küste Istanbuls die Arbeit aufnehmen.

(Berna Ehrhardt)

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