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Premier bricht nach Unmut der Bürger Urlaubsreise ab

20.12.2019 9:29 Uhr

Während in Australien die verheerenden Brände weiter wüten, ist Premierminister Scott Morrison in den Urlaub nach Hawaii geflogen. Das kam so gar nicht gut an.

Jetzt entschuldigte sich der australische Premierminister Scott Morrison für eine Reise auf Hawaii, zu der er in der vergangenen Woche aufgebrochen war. "Ich bedauere zutiefst, dass der Urlaub mit meiner Familie in dieser Zeit bei vielen von den schrecklichen Buschfeuern betroffenen Australiern Ärger verursacht hat", teilte er am Freitag mit. Er werde nun so schnell wie möglich nach Sydney zurückreisen. Seine Frau und seine beiden Töchter würden auf Hawaii bleiben. Morrison war in der Öffentlichkeit wegen der Reise stark in die Kritik geraten.

Am Donnerstag hatte der bevölkerungsreichste Bundesstaat New South Wales an der Ostküste einen siebentägigen Notstand ausgerufen. Mehr als 1700 Feuerwehrleute kämpfen gegen rund 100 Brände. Erschwert wird der Kampf gegen die Flammen durch Rekordhitze und eine große Trockenheit. Australien leidet seit etwa zwei bis drei Jahren unter starker Dürre, die ausgetrocknete Vegetation entzündet sich also besonders leicht. In den vergangenen Tagen wurden Temperaturen bis zu 42 Grad gemessen. Auch in den kommenden Tagen werden Rekordwerte erwartet.

Zwei Feuerwehrleute bei Unfall ums Leben gekommen

Beim Kampf gegen die verheerenden Buschfeuer in Australien sind zwei Feuerwehrleute ums Leben gekommen. Die beiden waren am Donnerstagabend nahe der Stadt Buxton mit ihrem Fahrzeug von der Straße abgekommen und gegen einen Baum geprallt.

Darüber hinaus seien bei dem Unfall drei weitere Einsatzkräfte verletzt worden, wie die Feuerwehr im betroffenen Bundesstaat New South Wales (RFS) mitteilte. Damit stieg die Zahl der Opfer, die durch die seit Oktober wütenden Brände ums Leben kamen, auf mindestens acht.

Die Feuerwehrleute waren auf dem Weg zu einem Brand, der rund 90 Kilometer südwestlich der Metropole Sydney außer Kontrolle geraten war. Dort kämpften Einsatzkräfte gegen 60 Meter hohe Feuerfronten, wie es weiter hieß. Der Sauerstoff in der Luft sei knapp geworden. Dazu seien Böen mit Windgeschwindigkeiten von 100 Stundenkilometern gekommen.

Seit Oktober haben Buschbrände in Australien nach Angaben der Behörden mehrere Millionen Hektar Land vernichtet. Mehr als 1000 Häuser wurden zerstört. Ein besonders bedrohliches Großfeuer ist auf etwa 70 Kilometer an Sydney herangerückt. In der Millionenmetropole leiden die Menschen unter den Rauchschwaden.

(be/dpa)

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