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Preis für Corona-Impfstoff soll unter dem Marktwert liegen

11.11.2020 19:11 Uhr, von an

Biontech, das erste Unternehmen, welches einen wirksamen Impfstoff gegen das Coronavirus hat, plant das Zwei-Schuss-Regime unter den "typischen Marktpreisen" zu bewerten und die Preise zwischen den Ländern zu differenzieren.

Doch noch haben die Behörden dem Unternehmen keine Genehmigung erteilt, sagte der Strategiechef Ryan Richardson gegenüber der Financial Times.

"Obwohl die Forschung viel Kapital verschlungen hat, werden wir den Impfstoff deutlich unter dem typischen Marktpreis anbieten. Dies sei der Situation geschuldet, in der wir und die ganze Welt uns befinden", sagte er: "Ich gehe davon aus, dass es in bestimmten Regionen der Welt unterschiedliche Preise geben wird", fügte er hinzu, lehnte es aber ab, genaue Zahlen zu nennen.

Impfstoff zu 90 Prozent wirksam

Der Impfstoff erwies sich am Montag nach vorläufigen Untersuchungen als zu 90 Prozent wirksam. Dies ist ein wichtiger Meilenstein im Kampf gegen das Virus, welches über eine Million Menschen getötet hat.

Im Juli hatte Pfizer mit der US-Regierung die Lieferung von 100 Millionen Dosen des potenziellen Impfstoffs zu einem Preis von 39 US-Dollar für eine Immunisierung mit zwei Dosen oder 19,50 US-Dollar für eine Dosis vereinbart, mit der Option, weitere 500 Millionen Dosen unter zu verhandelnden Bedingungen zu kaufen.

EU will 300 Mio. Dosen kaufen

Die Europäische Kommission will mit Pfizer und Biontech über den Kauf von 300 Millionen Dosen verhandeln.

Richardson sagt, dass das Ziel der beiden Partner für das Jahr 2021 bei 1,3 Milliarden Dosen zu produzieren. Schon im ersten Halbjahr werde es ein "erhebliches Angebot" geben.

"Wir sind ein erhebliches finanzielles Risiko eingegangen und haben Kapital auf dem Kapitalmarkt aufgenommen", sagte er. Richard Hatchett, Vorstandsvorsitzender der Coalition for Epidemic Preparedness Innovations (CEPI), sagte, dass das Pfizer- und Biontech-Projekt keine "substanzielle staatliche Unterstützung erhalten habe."

Im Juni erhielt das Unternehmen 100 Millionen von der Europäischen Investitionsbank und im September 375 Millionen von dem deutschen Forschungsministerium, sofern bestimmte Meilensteine bei der Entwicklung des Impfstoffs erreicht werden.

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