dpa

Präsident Fischer verteidigt Andi Möller

26.1.2020 18:09 Uhr

Eintracht Frankfurts Präsident Peter Fischer hat den früheren Welt- und Europameister Andreas Möller energisch und emotional gegen verbale Attacken von Anhängern verteidigt. "Du bist beliebt und du machst das gut", sagte Fischer über den neuen Leiter des Nachwuchsleistungszentrums. In den Applaus mischten sich bei der Mitgliederversammlung auch Raunen und Gelächter. Vor der Wolfgang-Steubing-Halle waren wieder Plakate mit dem Gesicht von Möller und der großen Aufschrift "Persona non grata" ("unerwünschte Person") zu lesen.

Vor allem die Ultras hatten sich lautstark gegen eine Einstellung von Möller als Nachwuchschef aufgelehnt. "Ein Andreas Möller ist in dieser Zeit, in der er hier war, ein sympathischer Arbeitskollege. Du wirst keinen Mitarbeiter finden, der irgendein Haar in der Suppe finden würde. Hochakzeptiert, hochengagiert und dynamisch", lobte Fischer. Wem das nicht gefalle, der solle zum Präsident kommen. "Ich habe offene Türen, offene Ohren und ein offenes Herz."

Die Eintracht peilt 100.000 Mitglieder an

Der 63 Jahre alte Funktionär rief dazu auf, Möller nach seiner Leistung und seinem Auftreten zu bewerten und nicht nach der Vergangenheit. "Das passt überhaupt nicht in diesen Verein, mit dieser Willkommenkultur", sagte Fischer. Lautstark rief er die knapp 600 stimmberechtigten Mitglieder im Riederwald auf: "Wir grenzen niemanden aus!"

Eintracht Frankfurt geht mit großen Schritten auf die Marke von 100.000 Mitgliedern zu. Bei seiner Versammlung am Sonntag gab der eingetragene Verein bekannt, dass er bei 88.100 Angehörigen angekommen ist. Vor zehn Jahren hatte die Eintracht "lediglich" 15.000 Mitglieder. "Wenn ich nächstes Jahr wieder vor Ihnen stehe, hoffe ich, Ihnen die 100.000 Mitglieder präsentieren zu können", sagte Präsident Peter Fischer. Laut des Klubs, dessen Fußball-Bundesligist am Samstag Spitzenreiter RB Leipzig geschlagen hatte (2:0), liege man bei den Mitgliedszahlen in Deutschland auf dem sechsten und weltweit auf dem 22. Platz.

(ce/dpa)

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