epa/Antonio Silva

Präsident von Mosambik vereidigt

16.1.2020 8:02 Uhr

Staatschef Filipe Nyusi (60) ist am Montag in der mosambikischen Hauptstadt Maputo für eine zweite Amtszeit vereidigt worden. Er hatte sich im Oktober 2019 bei den Wahlen gegen seine Herausforderer mit 73,6 Prozent der Stimmen durchgesetzt. Nyusi gehört der Frelimo an, die seit Mosambiks Unabhängigkeit von Portugal 1975 an der Macht ist.

Die einstige Rebellengruppe und Oppositionspartei Renamo hatte die Ergebnisse vor der Veröffentlichung zurückgewiesen, da sie nicht den Willen des Volkes reflektierten. Bei der Wahl wurden ein neuer Präsident, ein Parlament und Provinzparlamente bestimmt.

Gut organisiert, trotz Gewalt

Aus Sicht der EU-Beobachter war die Abstimmung trotz eines von Gewalt überschatteten, polarisierten Wahlkampfes in dem südostafrikanischen Staat gut organisiert. Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch hatte am Mittwoch die vor allem gegen Oppositionelle gerichtete Gewalt im Wahlkampf bei der Vorlage ihres Jahresberichts kritisiert. Es waren die ersten Wahlen, seit Frelimo und Renamo im August ein endgültiges Friedensabkommen unterzeichnet hatten. Sie hatten sich 15 Jahre lang in einem blutigen Bürgerkrieg bekämpft. Dieser wurde 1992 beendet. In den vergangenen Jahren flammte die Gewalt erneut auf.

(an/dpa)

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