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Präsident Erdogan wirft USA "Untätigkeit" im Khashoggi-Mord vor

3.2.2019 22:35 Uhr

In einem Interview mit dem türkischen Staatssender TRT erklärte Präsident Erdogan, er könne das "Stillschweigen" Amerikas angesichts dieser "Gräueltat" nicht verstehen. Er forderte vollständige Aufklärung des Falls. Vor drei Monaten wurde der saudische Journalist Jamal Khashoggi in der saudischen Botschaft in Istanbul ermordet worden, viele Indizien weisen auf eine Beteiligung des saudischen Thronfolgers Mohammed bin Salman hin.

Ein saudisches Tötungskommando hatte den regierungskritischen Journalisten Khashoggi Anfang Oktober im saudischen Konsulat in Istanbul ermordet. Der im US-Exil lebende Kolumnist der "Washington Post" wollte dort Dokumente für seine Hochzeit abholen. Die Regierung in Riad räumte die Tötung erst nach massivem internationalen Druck ein. Die UN-Berichterstatterin Agnes Callamard war bis Sonntag eine Woche lang in der Türkei, um Informationen über die Umstände der Khashoggis zu sammeln.

CIA geht von bin-Salman-Beteiligung aus

Eine Reihe von Indizien rückte den saudischen Thronfolger Mohammed bin Salman in die Nähe der Tat. Medienberichten zufolge geht auch der US-Geheimdienst CIA davon aus, dass der Kronprinz als Drahtzieher hinter der Tötung steckt. Die saudische Regierung bestreitet das vehement.

US-Präsident Trump hatte auch wegen wirtschaftlicher Überlegungen Sanktionen gegen die saudische Führung gescheut. In Riad stehen seit Januar elf Verdächtige im Mordfall Kashoggi vor Gericht.

(be/dpa)

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