Hürriyet Daily News

Präsident ​Erdogan sagt, es war falsch, dass die Todesstrafe abgeschafft wurde

20.3.2019 11:10 Uhr

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat erneut das Thema zur Wiedereinführung der Todesstrafe zur Sprache gebracht und gelobt, eine solche Gesetzgebung zu genehmigen, falls das Parlament die Wiedereinführung verabschiedet.

"Wir haben falsch gehandelt, als wir die Todesstrafe aufgehoben haben. Es stört mich, die Gefangenen zu füttern, die in der Nacht des Putschversuchs vom 15. Juli 2016 insgesamt 251 unserer Bürger, Polizisten und Soldaten ermordet haben, obwohl sie für ihre Taten lebenslange Haftstrafen verbüßen", sagte Erdogan am 19. März auf einer Kundgebung für die bevorstehenden Kommunalwahlen in Zonguldak. "Ich habe es schon immer gesagt, sollte das Parlament eine solche Gesetzgebung verabschieden, werde ich sie genehmigen", fügte er hinzu.

Der türkische Präsident fordert eine angemessene Strafe für Christchurch-Attentäter

Erdogan forderte in seiner Rede ebenso Neuseeland dazu auf, dem Attentäter von Christchurch, der 50 Menschen ermordet hatte, eine "angemessene Strafe" zu geben. "Du hast unbarmherzig und hinterhältig 50 unserer betenden Brüder getötet. Dafür wirst Du bezahlen. Wenn Neuseeland es nicht, werden wir dich dafür auf die eine oder andere Weise büßen lassen", sagte er und sprach damit den Attentäter an. Der Präsident sagte sogar, er würde "unnachgiebig mit der neuseeländischen Regierung streiten", was die Bestrafung des Angreifers angeht.

Erdogan sprach in seiner Rede auch Tarrants Aussagen zur Türkei an, die in dem wirren Manifest enthalten waren. Darin sagte Tarrant, man solle die Türken aus dem europäischen Teil des Landes auf die asiatische Seite vertreiben. Zudem bezog sich Präsident Erdogan auf die Symbole und Namen, die der Schütze auf seinen Waffen "verewigt" hatte. "Selbst die Ausdrücke der Waffe dieses Terroristen sind ein Ausdruck bezüglich der Spiele, die mit unserem Land gespielt werden. Na und? Wir sollen nicht auf die europäische Seite von Istanbul gehen? Wer bist du, uns das zu sagen?", betonte er.

Terrorismus gemeinsam bekämpfen

Erdogan rügte die Anzac-Truppen (Australian and New Zealand Army Corps) auch für den Kampf im Gallipoli-Krieg im Ersten Weltkrieg. "Ihr kamt aus 16.500 Kilometern Entfernung nach Gallipoli. Was habt ihr hier gemacht? Ihr seid aus Australien aufgetaucht. Nach all den Jahren haben sie immer noch Hass auf uns", sagte er. "Der einzige Grund für den Hass ist, dass wir Muslime und sie Christen sind. Ihr Ziel ist dasselbe das diejenigen verfolgen, die versuchen, entlang unserer Grenzen einen Terrorkorridor zu ermöglichen", fügte er hinzu.

Die europäischen Länder seien unaufrichtig, sagte der Präsident und fügte hinzu, dass der Terrorismus in Frankreich, Großbritannien und den Niederlanden noch andauert. "Sie zahlen einen Preis, weil sie unaufrichtig sind. Wir sagen ihnen, dass wir den Terrorismus gemeinsam bekämpfen sollen", sagte er.

(Hürriyet Daily News)

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