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Präsident Rouhani: Präsident Erdogan wollte den Iran nicht beleidigen

15.12.2020 19:30 Uhr

Hassan Rouhani, Präsident des Iran, sagte auf einer Pressekonferenz am 14. Dezember, dass man eine Beleidigungsabsicht des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan gegenüber dem Iran gänzlich ausschließen könne. Nachdem der türkische Präsident ein Gedicht vorgetragen hatte, kam aus Kreisen der iranischen Führung Kritik und es wurde als Verletzung der territorialen Integrität aufgefasst.

In einer Pressekonferenz sagte Hassan Rouhani: "Aufgrund meines bisherigen Wissens über Herrn Erdogan ist es sehr unwahrscheinlich, dass er die Absicht hatte, unsere territoriale Integrität oder das iranische Volk zu beleidigen." Rouhani betonte auch die Bedeutung der türkisch-iranischen Beziehungen und sagte, dass die beiden Länder in wichtigen regionalen Fragen zusammenarbeiten.

Die Kontroverse entstand, nachdem Erdogan letzte Woche in Baku, der Hauptstadt von Aserbaidschan, ein Gedicht vorgelesen hatte, um den Erfolg in Bezug auf Berg-Karabach zu unterstreichen. Der iranische Außenminister Mohammad Javad Zarif sagte danach, das Gedicht ziele auf die territoriale Integrität des Iran ab. In einem Telefongespräch mit Zarif sagte der türkische Außenminister Mevlüt Cavusoglu, das Gedicht handele von Karabach und Erdogan habe in seinen Ausführungen den Iran nicht einmal implizit erwähnt. Die iranische Botschaft twitterte später, dass ein "Missverständnis" aus der Welt geschafft worden sei.

(ce)

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