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Präsident Erdogan wirbt für "türkisches Modell" der Demokratie

18.9.2020 6:52 Uhr, von Andreas Neubrand

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat das demokratische Modell der Türkei gelobt.

"Auch wenn Europa und die USA ihre Demokratie und Wirtschaft völlig zerstört haben, wir werden unsere Nation weiterentwickeln. Wir sind entschlossen, unseren Freunden den gleichen Weg zu zeigen. Wie die Türkei können sie ein Ideal von Demokratie, Recht und Gerechtigkeit werden. Sie brauchen nur das türkische Modell annehmen", sagte er vor Provinzleitern der regierenden Partei für Gerechtigkeit und Entwicklung (AKP).

AKP will "Demokratiedefizit der Türkei" überwinden

Die AKP habe in der Vergangenheit daran gearbeitet, "das Demokratiedefizit der Türkei" zu überwinden, "das durch Nachlässigkeit und Verrat entstanden ist". Seine Partei habe die Stärke, die Menschen im ganzen Land zu erreichen.

"Wir entwickeln uns ständig weiter und legen die Messlatte immer höher. Im Einklang mit dieser Vision wollen wir unter die zehn größten Länder der Welt kommen", so Erdogan.

Türkei verfolgt eigene Richtlinien

Damit reagierte er auf innenpolitische Kritik an der Außenpolitik in Bezug auf Syrien, Libyen, Frankreich und das östliche Mittelmeer. "Man frage: Was hat die Türkei in Syrien, Libyen, dem östlichen Mittelmeer, Afrika, auf dem Balkan, im Kaukasus und in Zentralasien zu suchen? Wenn die Türkei sich nicht in Libyen engagiert, fällt das Land in die Hand von Putschisten. Wenn wir unsere Rechte aufgeben, wird die EU ihre Versprechen halten?", fragte Erdogan. Die Türkei werde weiterhin die Richtlinien verfolgen, schloss der türkische Präsident seine Rede ab.

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