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Präsident Erdogan verkündet erneute Wochenend-Ausgangssperre für Türkei

13.4.2020 18:29 Uhr

Die Ausgangssperren in der Türkei am Wochenende setzen sich fort. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat in einer TV-Ansprache mitgeteilt, dass es auch am kommenden Wochenende im Rahmen der Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus eine erneute Ausgangssperre geben würde.

Nach einer Kabinettssitzung am 13. April sagte Erdogan, dass die nächste Ausgangssperre vom 18. April bis zum 19. April gelten werde. Dadurch ist diesmal mit ausreichend Vorlaufzeit operiert worden, sodass sich Bewohner in den betroffenen Gebieten rechtzeitig mit Lebensmitteln eindecken können, bevor sie Ausgangssperre durchgesetzt wird.

Zu kurze Vorlaufzeit wurde kritisiert

Am letzten Wochenende hatte Ankara am späten Freitagabend, dem 10. April, eine zweitägige Ausgangssperre in 31 Provinzen angekündigt, die um Mitternacht in Kraft getreten war. Die Ankündigung kam gegen 22.00 Uhr Ortszeit und besagte, dass die Ausgangssperre 30 Metropolen umfasse, darunter die Hauptstadt Ankara, Istanbul, die ägäische Provinz Izmir und Zonguldak, wo Atemwegserkrankungen bei den Bewohnern häufig sind.

Die späte Ankündigung der Ausgangssperre erntete viel Kritik, da die Menschen in den genannten Provinzen zu Märkten und Bäckereien strömten, die noch für Last-Minute-Einkäufe geöffnet waren. Nach der Kritik erklärte Innenminister Süleyman Soylu, er werde wegen der Umsetzung und des Zeitpunkts der zweitägigen Ausgangssperre von seiner Position als Innenminister zurücktreten. Der Rücktritt Soylus am 12. April wurde von Präsident Erdogan abgelehnt.

(ce)

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