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Präsident Erdogan telefoniert mit EU-Ratspräsident Michel

7.9.2020 8:34 Uhr

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan telefonierte am Sonntag mit EU-Ratspräsident Charles Michel. Themen waren unter anderem die Entwicklungen im östlichen Mittelmeer und die Beziehungen zwischen der Türkei und der EU, heißt es in einer offiziellen Erklärung.

Wie aus einer Mitteilung der türkischen Kommunikationsdirektion hervorgeht, habe Präsident Erdogan darauf hingewiesen, dass provokante Schritte und Worte europäischer Politiker in regionalen Fragen nicht zu einer Lösung beitragen würden. Zudem sei die Haltung der EU zum östlichen Mittelmeer ein Test der Aufrichtigkeit in Bezug auf das Völkerrecht und den regionalen Frieden.

"Fair, unparteiisch und verantwortungsbewusst" bleiben

Der türkische Staatschef forderte die EU auf, ihren Verpflichtungen gerecht nachzukommen, um Schritte Griechenlands und einiger EU-Mitgliedstaaten zu verhindern, die die Spannungen im östlichen Mittelmeerraum und in der Ägäis eskalieren lassen. Erdogan forderte die EU-Institutionen und Mitgliedstaaten auf, "in allen regionalen Angelegenheiten fair, unparteiisch und verantwortungsbewusst zu bleiben".

Wie die dpa unter Bezug auf einen nicht genannten EU-Vertreter meldet, hat Charles Michel Präsident Erdogan aufgefordert, die Deeskalation des Mittelmeerkonfliktes in den Mittelpunkt zu stellen. Dafür sollten Aktivitäten unterlassen werden, welche dazu geeignet sind, die Spannungen zwischen den Nachbarländern Griechenland und Türkei weiter anzufachen. Schon vor dem Telefonat sagte Michel laut dpa, dass es eine "bilaterale Konferenz" geben müsse, an welcher Ankara zu beteiligen sei. Dabei müsse man alle Sicherheitsfragen, den Zwist um die Energieressourcen und die Migrationsproblematik erörtern.

Zuletzt aktualisiert mit Aussagen von Charles Michel laut dpa: 9/7/2020 9:10

(be)

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