DHA

Präsident Erdogan: Haben alle Fallstricke im östlichen Mittelmeer umgangen

6.7.2020 10:52 Uhr

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan sagte während der Einweihungsfeierlichkeiten eines neuen Wasserkraftwerks in der Provinz Tokat an der Schwarzmeerküste, der er am 5. Juli aus Ankara per Video zugeschaltet war, die Türkei habe "jede Falle im östlichen Mittelmeerraum umgangen". Gleichzeitig äußerte er sein Vertrauen in die Energiepolitik der Regierung.

"In einem Land ohne Energie ist es nicht möglich, über Zivilisation, Entwicklung und Industrialisierung zu sprechen. Wir haben großes Vertrauen in uns selbst und das auf allen Ebenen - von der Gesundheit über die Wirtschaft und die Diplomatie bis hin zu Sicherheit", sagte Präsident Erdogan während der Einweihungsfeier der Wasserkraftwerke in der Schwarzmeerprovinz Tokat. Der Präsident nahm per Videokonferenz an der Zeremonie teil.

Videokonferenz mit Präsident Erdogan zur Einweihung des Wasserkraftwerks in Tokat

"Die Vertrauensbasis hat sich positiv auf unsere Energieinvestitionen ausgewirkt. Wir haben die Fallen gegen unser Land im östlichen Mittelmeer beseitigt. Wir werden hoffentlich 2023 den ersten Reaktor des geplanten Kernkraftwerks" in Betrieb nehmen", teilte der Präsident den Zuhörerinnen und Zuhörern mit. Präsident Erdogan äußerte auch Vertrauen in die Energiepolitik der Türkei und unterstrich, dass das Land einen Rekord in der Geschichte der Republik in Bezug auf die Kohleproduktion gebrochen habe. Er fügte hinzu, dass die Türkei plant, 2023 den ersten Reaktor des Kernkraftwerks Akkuyu in der südlichen Provinz Mersin in Betrieb zu nehmen.

Türkische Solarmodulfabrik soll im August in Betrieb gehen

"Wenn die Türkei wächst und sich entwickelt, wird ihr Energiebedarf noch weiter steigen. Rund 55,4 Prozent der in den letzten 18 Jahren realisierten 68.000 Megawatt Leistung bestehen aus nationalen Ressourcen", fügte er hinzu. "Ich spreche von 52 Wasserkraftwerken. Während wir diese einweihen, fügen wir auch neue Investitionen in diesem Bereich hinzu", sagte er. "Das ist saubere Energie. Wir werden die Kraft des Wassers in Elektrizität umwandeln." Nach Angaben von Erdogan liegt die Türkei in Bezug auf erneuerbare Energien auf Platz 13 der Welt und unter den europäischen Nationen auf Platz 6. Er fügte hinzu, dass die Türkei 2019 bei der Stromerzeugung in Europa an zweiter Stelle stand.


Wasserkraftwerk in Tokat

Erdogan sagte auch, dass die erste einheimische integrierte Solarmodulfabrik der Türkei im August eröffnet wird und fügte hinzu, dass die Regierung "intensiv" daran arbeite, Minen freizulegen. Der Präsident kritisierte auch einige Kreise wegen des Versuchs, die Energieinvestitionen der Türkei aufzuhalten, die sich "umweltbewusst" tarnen würden. "Jeder Punkt der Zunahme der einheimischen und erneuerbaren Energien hilft uns, das Leistungsbilanzdefizit zu schließen", sagte er.


(ce)

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