dpa/Turkish Presidency

Präsident Erdogan empfängt NATO-Generalsekretär Stoltenberg

6.10.2020 9:44 Uhr

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan empfing am 5. Oktober den NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg, um unter anderem über die Lage im östlichen Mittelmeer zu diskutieren.

Recep Tayyip Erdogan und NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg trafen sich hinter verschlossenen Türen und erörterten etwa eine Stunde lang eine Reihe von Themen.

Regionale Entwicklungen als Gesprächsthema

Laut einer Erklärung der türkischen Kommunikationsdirektion erörterten Erdogan und Stoltenberg die Beziehungen zwischen der Türkei und der NATO sowie regionale Entwicklungen, insbesondere im Hinblick auf das östliche Mittelmeer, Libyen und Syrien.

Trotz des negativen Verhaltens Griechenlands habe die Türkei die NATO-Initiative von Anfang an unterstützt, um das Risiko von Unfällen und Zwischenfällen zwischen türkischen und griechischen Militärelementen im östlichen Mittelmeerraum zu verringern, sagte Erdogan auf dem Treffen.

Eigenen Rechte und Interessen schützen

Der türkische Präsident betonte, dass die Türkei, die im Alleingang gegen die Flüchtlingskrise um die Sicherheit und Stabilität der gesamten Region und Europas gekämpft habe, der einzige NATO-Verbündete sei, der ernsthafte Anstrengungen unternimmt, um das Gleichgewicht in Libyen wiederherzustellen.

Die Türkei schützte die Rechte und Interessen sowohl ihrer selbst als auch ihrer Verbündeten und erwarte dies auch von den Bündnismitgliedern, fügte Erdogan hinzu. Der Präsident betonte, dass die NATO-Verbündeten konkrete Solidarität mit der Türkei zeigen sollten.

"Gutes Treffen mit Präsident Erdogan"

Der Nato-Generalsekretär Stoltenberg äußerte sich nach dem Treffen über den Kurznachrichtendienst Twitter und schrieb: "Gutes Treffen mit Präsident Erdogan in Ankara zu einer Reihe von Sicherheitsfragen. Wir haben über den militärischen De-Konfliktmechanismus gesprochen, der von der NATO für das östliche Mittelmeer entwickelt wurde. Meine Hoffnung ist, dass dies Raum für diplomatische Bemühungen gibt."

An dem Treffen nahmen auch der türkische Außenminister Mevlüt Cavusoglu, Verteidigungsminister Hulusi Akar und der NATO-Botschafter Basat Öztürk teil.

(be)

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