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Präsident Erdogan: Aktivität im östlichen Mittelmeerraum ist die Suche nach Gerechtigkeit

1.9.2020 18:06 Uhr

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan nahm am Dienstag anlässlich der Feierlichkeiten zum neuen Gerichtsjahr in Ankara Stellung zur Ägäis und zum Mittelmeer. Er betonte, die Türkei würde ihre Rechte in den strittigen Gebieten basierend auf dem internationalen Recht wahren. Der Präsident stellte heraus, dass alle relevanten Parteien einen Dialog zur Lösung der bestehenden Probleme auf der Grundlage von Gerechtigkeit führen müssten.

Der Präsident sagte, dass einige Länder versucht hätten, die Türkei auf ihre Küsten zu beschränken, und nannte dies "eine offensichtliche Ungerechtigkeit".

Suche nach Rechten und Gerechtigkeit

"Im Zentrum unserer Aktivitäten im östlichen Mittelmeerraum und in der Ägäis steht unsere Suche nach Rechten und Gerechtigkeit." Ein Versuch, die Türkei wegen einer Insel mit nur 10 Quadratkilometern auf ihre Küsten zu beschränken und ihren Festlandsockel mit 780.000 Quadratkilometern zu ignorieren, sei nicht akzeptabel.

Erdogan bezog sich dabei auf die Insel Kastelorizo (Meis), die nur zwei Kilometer vor der türkischen Küste, aber 580 Kilometer vom griechischen Festland entfernt liegt. Über sie versuche Athen, zusätzliche 40.000 Quadratkilometer Hoheitsgebiet zu erhalten. Eine kleine Insel wie diese könne nur territoriale Gewässer haben.

Rechte am regionalen Reichtum

Die unterschiedlichen Auslegungen über den Hoheitsgewässerstreit ist der Auslöser für die Differenzen zwischen den Nachbarländern Türkei und Griechenland. Alle Küstenländer des Mittelmeers hätten Rechte am regionalen Reichtum, sagte Erdogan. Er bezeichnete die Bemühungen einiger Länder, die Rechte der Anderen zu ignorieren als modernen Kolonialismus. Der Präsident kritisierte auch indirekt, dass Frankreich Griechenland gegen die Türkei im Namen seiner "geheimen Ziele" einsetze.

"Wir haben dieses Schattenboxen satt. Die Verwendung eines Landes, das überhaupt nicht als Köder gegen die Türkei, eine regionale und globale Macht, geeignet ist, wird langsam skurril“, so Erdogan. Die Ära dieser ehemaligen Kolonialmächte sei lange vorbei, fuhr Erdogan fort und schwor, dass man das "Erwachen der Gerechtigkeit" nicht stoppen werden können.

(be)

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