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Prada gegen kurzlebige Mode

19.9.2019 18:37 Uhr

Bei der Mailänder Modewoche präsentierte die Modemarke Prada eine "langlebige" Kollektion, mit der man ein Zeichen gegen die schnellebige Wegwerfgesellschaft setzen wolle. Umwelt- und Klimaschutz sind anscheinend auch bei den Luxusmarken angekommen.

Es sei eine "Kollektion aus grundlegenden Kleidungsstücken, die für lange Zeit ein Muss bleiben, die den enormen Rhythmus der Mode aufhalten", wie Prada-Chefin Miuccia Prada erläuterte. "Wir produzieren enorm viel, wir werfen weg, wir vergessen", kritisierte die Modechefin. "Das muss sich ändern und wir müssen die Wertschätzung für Kleider, die wir kaufen, wieder entdecken." Prada präsentierte auf dem Laufsteg für den Frühling und Sommer 2020 schlichte und klassische Schnitte mit Anspielungen auf die Mode der 70er Jahre. Im Publikum saßen aus den Onlinenetzwerken bekannte Stars wie die Bloggerin Tamu McPherson sowie der Regisseur Wes Anderson.

Keine Prada im Schlussverkauf

Um die Wertschätzung für seine Mode zu erhöhen, hatte Prada vor einigen Monaten angekündigt, seine Kollektionen nicht mehr im Schlussverkauf zu deutlich niedrigeren Preisen zu verkaufen. Mit dieser radikalen Entscheidung wendet sich das Modehaus gegen den Trend der "Fast Fashion" (schnelle Mode), bei dem sich Modetrends immer schneller ablösen.

(be/afp)

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