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Positives Echo auf strengere Grenzkontrollen

7.11.2019 8:11 Uhr

Auf ein positives Echo bei der Polizeigewerkschaft ist die Idee Horst Seehofers gestoßen, die Grenzkontrollen zu verschärfen. Die Mischung von zeitlich flexiblen Grenzkontrollen und einer Ausweitung der Schleierfahndung seien "für eine Filterfunktion im Grenzraum optimal", sagte Jörg Radek, bei der Gewerkschaft der Polizei (GdP) Vorsitzender für die Bundespolizei, am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur.

Allerdings wies er darauf hin, dass eine hundertprozentige Kontrolldichte wegen der Personalknappheit nicht möglich sei. Die Bundespolizei fahre schon jetzt "unter Volllast", erklärte Radek. "Geschlossene Reviere im bahnpolizeilichen Bereich, eine permanente Überlastung der Bundesbereitschaftspolizei sowie die nach wie vor sehr hohen Überstundenzahlen sind Beleg dafür."

Mehr Kontrolle an deutschen Grenzen

Wie die "Bild"-Zeitung berichtet, ist die Bundespolizei von diesem Mittwoch an zu mehr Kontrollen an allen deutschen Grenzen angewiesen. So soll sie Personen aufspüren, die trotz Einreiseverbots in die Bundesrepublik wollen. Erst vor wenigen Tagen war ein kriminelles Mitglied des Miri-Clans wieder in Bremen aufgetaucht, nachdem es im Juli in den Libanon abgeschoben worden war. Einen direkten Zusammenhang zu diesem Fall gibt es aber wohl nicht. Nach dpa-Informationen beruhen die verschärften Grenzkontrollen auf einem Erlass von Anfang Oktober.

Ein positive Resonanz kommt auch von der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG). Die Intensivierung der Kontrollen sei richtig und notwendig, erklärte der Vorsitzende Rainer Wendt. Er sprach von einem "ersten Schritt zur Wiederherstellung von Kontrolle und Schutz vor illegaler Migration".

(an/dpa)

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