DHA

Positive Leistungsbilanz der Türkei

14.9.2019 13:13 Uhr

Die Leistungsbilanz der Türkei weist für den Juli 2019 einen Überschuss von 1,1 Milliarden Euro aus. Noch im Vorjahr gab es im gleichen Monat ein Defizit bei der Leistungsbilanz von rund 1,9 Milliarden Euro zu verzeichnen. Das sind die offiziellen Zahlen des Landes, die von der Zentralbank am Freitag veröffentlicht wurden. Gerechnet auf die vergangenen zwölf Monate gab man einen Überschuss bei der Leistungsbilanz von 3,9 Milliarden Euro an.

"Diese Entwicklung in der Leistungsbilanz ist hauptsächlich auf einen Rückgang des Nettoabflusses von Waren um 2,15 Milliarden Euro sowie einen Anstieg des Zuflusses von Dienstleistungen um 860 Millionen Euro auf 3,85 Milliarden Euro zurückzuführen", sagte die Bank. Ökonomen hatten prognostiziert, die türkische Wirtschaft würde im Juli einen Leistungsbilanzüberschuss von rund einer Milliarde Euro verzeichnen. Dabei lagen die Ökonomen bei ihren Schätzungen weit auseinander, denn die Range reichte von einem Überschuss mit 143 Millionen bis zu 1,35 Milliarden Euro.

Einstellige Inflationsrate für September prognostiziert

Finanzminister Berat Albayrak hatte am 12. September vor der Veröffentlichung der Leistungsbilanzstatistik prognostiziert, dass die Zahlungsbilanz der Türkei mit großer Wahrscheinlichkeit einen Rekordwert der vergangenen zwölf Monate erreichen würde. "Diese Kennzahlen zeigen, welche Fortschritte wir gemacht haben", kommentierte Albayrak den Überschuss. Der Minister fügte hinzu, dass er zuversichtlich sei. Nach seinen Worten wird die Wirtschaft der Türkei in diesem Jahr ein positives Wachstum erreichen. "Im neuen Wirtschaftsprogramm, das im September veröffentlicht wurde, haben wir unterstrichen, dass 2019 eine Phase des Ausgleichs sein würde. Wir sagten, das Wirtschaftswachstum würde sich etwas verlangsamen und sich dann auf ein gesundes und nachhaltiges Niveau beschleunigen."

Im neuen Wirtschaftsprogramm prognostizierte die Regierung für dieses Jahr ein Leistungsbilanzdefizit von 23,3 Milliarden Euro, was 3,3 Prozent des BIP entspräche. Das Defizit wird nach Schätzungen der Regierung im Jahr 2020 auf 21 Milliarden Euro sinken, was 2,7 Prozent des BIP der Türkei bedeuten würde. Albayrak sagte, dass das BIP auf vierteljährlicher Basis um 1,6 Prozent und 1,2 Prozent wuchs, was die ersten Anzeichen für eine Erholung der Wirtschaftstätigkeit sind. Er wiederholte auch seine Prognose, dass die Inflationsrate im September in den einstelligen Prozentbereich sinken würde.

(Hürriyet.de)

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