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Pompeo: USA weiter Verbündeter im Kampf gegen Terror

10.1.2019 15:11 Uhr

Trotz des Abzugs der amerikanischen Truppen aus Syrien hat US-Außenminister Mike Pompeo den arabischen Ländern weiterhin die Unterstützung der USA im Kampf gegen den Terrorismus zugesichert. "Die Vereinigten Staaten und Präsident Trump bleiben für Ägypten und andere ein fester Partner in der Region", sagte Pompeo am Donnerstag bei einem Besuch in Kairo.

Der Kampf gegen die Terrormiliz IS und das Terrornetzwerk Al-Kaida gingen auch mit Hilfe der Vereinigten Staaten weiter. "Ihr werdet diese Schlachten nicht alleine austragen."

In der Pressekonferenz mit dem ägyptischen Außenminister Samih Schukri griff Pompeo damit schon die erwartete Botschaft seiner späteren Rede in der Amerikanischen Universität in Kairo auf. Bei der Ansprache unter dem Titel "Eine Kraft für das Gute: Amerika belebt den Nahen Osten wieder" will Pompeo Beobachtern zufolge unter anderem betonen, dass die USA den Nahen Osten nach der Entscheidung, die eigenen Soldaten aus Syrien abzuziehen, nicht alleine ließen.

"Da gibt es überhaupt keine Widersprüche"

Nach Trumps Ankündigung im Dezember, die USA würden ihre Truppen aus Syrien "schnell" abziehen, herrscht weiter Unklarheit, wann genau die 2.000 US-Soldaten das Bürgerkriegsland verlassen werden. Andere US-Vertreter hatten sich nach Trumps Äußerungen in Anbetracht der drohenden Gefahr für die Verbündeten vor Ort wesentlich vorsichtiger geäußert. "Da gibt es überhaupt keine Widersprüche", sagte Pompeo dazu am Donnerstag. Dies sei von den Medien erfunden worden.

Vor der Pressekonferenz hatte der US-Chefdiplomat auch Ägyptens Staatspräsidenten Abdel Fattah al-Sisi getroffen. Pompeo reist bei einer ausgedehnten Nahost-Tour noch bis zum 15. Januar durch die arabische Welt und besucht insgesamt neun Länder.

(an/dpa)