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Polnischer Außenminister wirbt für Polen-Denkmal in Berlin

13.12.2018 17:15 Uhr

Bei seinem Deutschlandbesuch hat der polnische Außenminister Jacek Czaputowicz für die Errichtung eines Denkmals für polnische Opfer der deutschen Besatzung während des Zweiten Weltkriegs in Berlin geworben.

Er unterstützte eine deutsch-polnische Initiative von Wissenschaftlern, Kulturschaffenden und Politikern, die sich im November 2017 mit einem Aufruf für ein "Polen-Denkmal" in der Mitte Berlins an den Bundestag gewandt haben.

"Ich habe gehört, dass es eine positive Haltung gibt diesbezüglich", sagte Czaputowicz nach seinem Gespräch mit Bundesaußenminister Heiko Maas. Der Beginn des Zweiten Weltkriegs jährt sich am 1. September 2019 zum 70. Mal. Polen zählt zu den Ländern die unter dem Angriffskrieg des Nazi-Regimes am meisten gelitten haben.

Eine Kommission des polnischen Parlaments will voraussichtlich im Januar einen Bericht der Kriegsschäden in Polen vorlegen, der Grundlage für Reparationsforderungen an Deutschland sein könnte.

Maas sagte dazu: "Wir werden uns mit den Ergebnissen dieser Diskussion sicher auseinandersetzen." Aber die Rechtsauffassung der Bundesregierung sei weiterhin, dass das Thema mit dem 1990 unterzeichneten Zwei-plus-Vier-Vertrag abgeschlossen sei. Der Vertrag war die internationale Grundlage für die deutsche Wiedervereinigung. Darin heißt es, es seien "keine weiteren Reparationen" vorgesehen.

(be/dpa)

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