afp

Polizist ein Bein gestellt - Mann zu Bewährungsstrafe verurteilt

8.1.2020 23:51 Uhr

Im Leipziger Viertel Connewitz kam es in der Silvesternacht zu mehreren Angriffen auf Polizisten. Ein erster Täter wurde nun in einem beschleunigten Verfahren zu einer Bewährungsstrafe von sechs Monaten verurteilt - weil er einem Polizisten ein Bein stellte.

Nach den Angriffen auf Polizisten zu Silvester in Leipzig-Connewitz ist ein erster Beschuldigter zu einer Bewährungsstrafe von sechs Monaten verurteilt worden. Das Amtsgericht der sächsischen Stadt sprach den 27-jährigen Mann am Mittwoch in einem sogenannten beschleunigten Verfahren schuldig, wie ein Gerichtssprecher mitteilte.

Tätlicher Angriff

Das Urteil erging demnach wegen tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte in Tateinheit mit vorsätzlicher Körperverletzung und Widerstands und ist rechtskräftig. Laut Anklage stellte der Mann einem rennenden Polizisten mitten in einer Einsatzmaßnahme ein Bein. Der Beamte stürzte laut Staatsanwaltschaft und verletzte sich. Wie die Anklagebehörde nach der Verhandlung am Mittwoch weiter mitteilte, räumte der Beschuldigte die Tat vor Gericht ein. Er entschuldigte sich bei dem Polizisten. Nach dem Urteil kam er wieder auf freien Fuß. Bis zur Verhandlung hatte er noch in Untersuchungshaft gesessen.

Mehrere verletzte Polizisten, drei Beschuldigte in U-Haft

Bei den Angriffen im linksalternativ geprägten Connewitz waren mehrere Polizisten verletzt worden, einer davon nach Behördenangaben schwer. Laut Polizei wurden Beamte in der Neujahrsnacht aus einer Gruppe heraus massiv angegriffen. Drei weitere Beschuldigte sitzen noch in Untersuchungshaft.Ihnen wird ebenfalls Widerstand sowie Körperverletzung vorgeworfen. Die Attacke auf den schwer verletzten Beamten stuft die Staatsanwaltschaft als Mordversuch ein und ermittelt entsprechend. Mit dieser Tat haben die drei noch Inhaftierten allerdings nichts zu tun.

(be/afp)

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