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Polizeikräfte haben radikale Trump-Anhänger aus dem Kapitol zurückgedrängt

7.1.2021 0:19 Uhr

Die Demokratie in den USA hat offensichtlich ihr Kapitol zurück. Wie Journalist*innen melden, die sich im Kapitol verschanzt hatten, konnten SWAT-Teams des FBI die radikalen Trump-Anhänger, die gewaltsam ins Gebäude eingedrungen waren, zurückdrängen. Und das nur kurz vor dem Beginn der Ausgangssperre um 18.00 Uhr Ortszeit (Mitternacht MEZ).

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Es scheint, so zeigen es jedenfalls die Live-Bilder vom Kapitol aus Washington in den USA, dass die Polizei die Kontrolle über das Gebäude zurückgewonnen hat. Dafür wurden Blendgranaten und Tränengas eingesetzt, um Gänge und Treppen zu räumen. Abgeordnete in den USA sprechen von einem "Putsch-Versuch", der von Donald Trump und seinen Anhängern initiiert worden sei.

Andere Quellen sagen, man müsse unbedingt unverzüglich den 25. Zusatzartikel zur Verfassung der Vereinigten Staaten von Amerika ziehen, der eine Amtsenthebung des Präsidenten vorsieht. Trump hatte zu den Protesten aufgerufen. Im Zuge der Proteste wurde technisches Equipment der Kolleg*innen von AP, die vor Ort berichteten, von Trump-Anhängern zerstört.

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Ausnahmezustand in Washington verhängt

Aus diversen Quellen amerikanischer Medien heißt es, die Schwerverletzte aus dem Capitol sei an ihrer Schusswunde verstorben. Szenen, wie sie am heutigen Abend um die Welt gingen, dürften sich in den kommenden Tagen eher nicht wiederholen, denn Vizepräsident Mike Pence hat zwischenzeitlich die Nationalgarde mobilisiert. Ein Vorgang, dem den Gerüchten nach zuvor das Pentagon seine Zustimmung verweigert haben soll.

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Per sofort greift in Washington der von der Bürgermeisterin Muriel Bowser verhängte Ausnahmezustand. Der besagt, dass sich keine Bürger*innen mehr auf den Straßen aufhalten dürfen. Wer außerhalb seines Hauses angetroffen wird, kann an Ort und Stelle verhaftet werden. Bisher wird das jedoch, wie Live-Bilder aus den USA belegen, noch nicht mit aller Schärfe umgesetzt.

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(ce)

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