Symbolbild: epa/M.A. Pumpha Kushmara

Polizei sucht weitere Verdächtige

26.4.2019 7:58 Uhr

In Sri Lanka hat nach den Anschlägen die Polizei die Bevölkerung um Hinweise zu sechs Verdächtigen gebeten. Sie veröffentlichte am Donnerstag die Namen und Fotos von drei Männern und drei Frauen. Diese würden im Zusammenhang mit den Selbstmordanschlägen vom Ostersonntag gesucht.

Einige Twitter-Nutzer gaben an, dass eines der Bilder möglicherweise eine bekannte muslimische US-Aktivistin mit sri-lankischer Abstammung zeige.

Die US-Botschaft in Sri Lanka warnte vor möglichen weiteren Anschlägen auf Gotteshäuser. Diese sollten von Freitag bis Sonntag gemieden werden, twitterte die Botschaft am Donnerstag unter Berufung auf die sri-lankischen Behörden. "Bleiben Sie weiter wachsam und meiden Sie größere Menschenmengen", hieß es.

Behörden warnen vor flüchtigen Verdächtigen

Inzwischen befanden sich nach Behördenangaben vom Donnerstag 76 Verdächtige in Gewahrsam. Die Regierung hatte aber bereits gewarnt, dass sich noch Verdächtige auf der Flucht befänden. Manche von ihnen seien im Besitz von Sprengstoff. In den vergangenen Tagen wurden mehrere verdächtige Gegenstände in der Hauptstadt Colombo kontrolliert gesprengt. Bomben wurden aber nicht gefunden.

Sieben sri-lankische Selbstmordattentäter hatten sich am Ostersonntag nahezu gleichzeitig in drei Kirchen in mehreren Städten und drei Luxushotels in der Hauptstadt Colombo in die Luft gesprengt. Einige Stunden später zündeten zwei weitere Terroristen in einem kleinen Hotel und in einem Wohnhaus in Vororten Colombos Bomben. Ein weiterer Anschlag auf ein Fünf-Sterne-Hotel scheiterte. Insgesamt kamen 359 Menschen ums Leben - die neun Attentäter nicht mitgerechnet.

(an/dpa)