epa/Farooq Khan

Polizei räumt Verletzte ein

14.8.2019 15:20 Uhr

Die indische Polizei hat Verletzte bei den Ausschreitungen nach der Aberkennung der Autonomierechte der Kaschmir-Region eingeräumt. "Es gab ein paar wenige Verletzungen durch Schrotkugeln, die Leute wurden behandelt und dann zurückgeschickt", sagte ein Polizeisprecher der Deutschen Presse-Agentur am Mittwoch.

Die indische Regierung hatte dem Staat Jammu und Kaschmir Anfang vergangener Woche den Autonomiestatus entzogen, ohne die Bevölkerung vorher auch nur zu informieren. Zehntausende Soldaten wurden in das Himalaya-Gebiet geschickt, um Proteste gegen das Vorgehen der Regierung in Neu Delhi zu verhindern. Internet und Telefon sind seither blockiert. Es gilt eine Ausgangssperre.

Stärke Integration in das hinduistische Indien

Mit der Neuregelung will Premierminister Narendra Modi die Region stärker in das mehrheitlich hinduistische Indien integrieren. Die Autonomieregelung sicherte der indischen Kaschmir-Region unter anderem eine eigene Verfassung und weitgehende Kompetenzen zu. Viele Kaschmirer sind gegen die Neuregelung.

Die indische Behörden weisen weiterhin Medienberichte zurück, wonach es in den vergangenen Tagen im Kaschmir-Tal größere Proteste gegeben habe. Journalisten können dies wegen der eingeschränkten Bewegungsfreiheit vor Ort kaum nachprüfen. Laut dem Gouverneur der indischen Kaschmir-Region, Satya Pal Malik, sollen mehrere Einschränkungen - auch der Bewegungsfreiheit - nach dem indischen Unabhängigkeitstag am Donnerstag gelockert werden. Dies sagte er der Zeitung "Times of India".

(an/dpa)

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