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Polizei auf Kuba geht gegen LGBT-Aktivisten vor

12.5.2019 9:18 Uhr

LGBT-Aktivisten auf Kuba wollten dagegen demonstrieren, dass eine Parade, die sich für die Rechte von Schwulen, Lesben, Bisexuellen und Transgender-Menschen einsetzt, verboten worden ist. Auch der Protest gegen die Ansage der Parade wurde jedoch unter Einsatz von Polizeikräften unterbunden.

In Kuba hat die Polizei einen ungenehmigten Demonstrationszug von LGBT-Aktivisten schon nach wenigen hundert Metern aufgelöst. Die etwa 100 Teilnehmer hatten am Samstag (Ortszeit) gegen die Absage der offiziellen Parade für die Rechte von Schwulen, Lesben, Bisexuellen und Transgender-Menschen protestiert. Mindestens drei Demonstranten wurden festgenommen.

Zankapfel: Traditionelle Parade abgesagt

Unter Rufen wie "Diverses Kuba" und mit wehenden Regenbogenfahnen waren die Teilnehmer eine Straße im Zentrum von Havanna entlang gezogen. Nach nur 400 Metern wurden sie von der Polizei gestoppt, die den Protestzug auflöste. Der 31-jährige Laydel Alfonso kritisierte die Polizei für ihr Vorgehen. "Ich glaube nicht, dass das richtig ist, denn wir tun hier nichts Verbotenes", sagte er der Nachrichtenagentur AFP.

Mit ihrem Marsch hatten die Teilnehmer gegen die zuvor verkündete Absage der eigentlichen Parade protestieren wollen, die seit zehn Jahren mit offizieller Genehmigung stattfindet. Ihr Ausrichter ist das Nationale Zentrum für Sexuelle Erziehung (Cenesex), das zum kubanischen Gesundheitsministerium gehört. Zur Begründung der Absage hatte die Behörde auf "neue Spannungen im internationalen und regionalen Zusammenhang" verwiesen.

(ce/afp)