DHA

Podolski offiziell bei Antalyaspor

23.1.2020 17:50 Uhr

Lukas Podolski tut sich "auf die alten Tage" nochmals Abstiegskampf pur an. In der Bundesliga? Nein, in der türkischen Süper Lig. Prinz Poldi hat bei Antalyaspor unterzeichnet und wechselt damit aus Japan in die Türkei. Der Verein aus dem Urlaubsparadies liegt auf dem 16. Tabellenplatz und rangiert einen Punkt hinter Kasimpasa, das auf dem "Rettungsplatz" liegt. Minus 21 Tore lautet die bittere Bilanz. Dafür ist man aber weiterhin im Pokal vertreten. Die Begeisterung in Antalya kennt über den prominenten Neuzugang keine Grenzen - da kann man auch gerne einmal die desolate Tabellensituation vergessen.

Bereits am Sonntag ließ sich Lukas Podolski von den fanatischen Fans mit Sprechchören feiern und mit dem Vereinsschal von Antalyaspor ablichten - am Donnerstag wurde der Vertrag des Weltmeisters von 2014 beim abstiegsbedrohten türkischen Süper-Lig-Klub offiziell bestätigt. Erst am Samstag hatte Podolskis bisheriger japanischer Arbeitgeber Vissel Kobe das Ende der Zusammenarbeit verkündet.

Prinz Poldi mit Türkeierfahrung

Unmittelbar nach dem 3:1-Erfolg "seines" 1. FC Köln gegen den VfL Wolfsburg, den Podolski in der Loge des RheinEnergie-Stadions mit seinem Sohn Louis verfolgt hatte, war er am Samstag mit einem Privatflieger in Richtung Antalya an die türkische Riviera gejettet. Die Nachricht von der Ankunft des 130-maligen deutschen Nationalspielers hatte sich in Windeseile verbreitet, sodass Podolski mit einem "großen Bahnhof" empfangen wurde.

Schon von 2015 bis 2017 hatte der gebürtige Pole Türkei-Erfahrung beim Rekordmeister Galatasaray Istanbul gesammelt. Damals galt er als Publikumsliebling beim Renommierklub, und auch in Antalya wurde er wie ein Heilsbringer begrüßt. Die Sprechchöre und der überschwängliche Empfang dürften ihn überzeugt haben, den richtigen Weg eingeschlagen zu haben. Am Dienstag hatte sein Herzensklub, der 1. FC Köln, mitgeteilt, dass es eine "kurzfristige Zusammenarbeit" mit dem Weltmeister von 2014 wie auch die Einbindung in den Verein nach Podolskis Ende der aktiven Karriere geben soll. Wie diese Zusammenarbeit konkret aussehen soll, wurde nicht skizziert. Zunächst dreht Podolski eine Ehrenrunde in der Türkei.

Abstiegskampf an der Türkischen Riviera

Erst vor Wochenfrist beim Hallenturnier in Gummersbach hatte sich Podolski noch ganz gelassen gegeben. "Ich habe keinen Druck und keinen Stress. Ich muss nicht unbedingt nächste Woche irgendwo kicken, um irgendwen glücklich zu machen. Wenn irgendetwas passt oder kommen sollte, dann schlage ich zu", hatte der 34-Jährige dem SID gesagt.

Am Samstag war er Augenzeuge des vierten Bundesligasieges der Kölner in Folge. Stolz postete er ein Video von der Fankulisse, wenige Stunden später twitterte er das Symbol eines Flugzeugs und eines Skorpions. Niemand wusste zu diesem Zeitpunkt, dass er sich auf dem Weg nach Antalya befand - die Spieler von Antalyaspor werden "Skorpione" genannt.

Allerdings muss Podolski seine sportlichen Ziele am Mittelmeer zurückschrauben. Antalyaspor ist derzeit mit nur drei Saisonsiegen Tabellen-16. in der 18 Klubs umfassenden Süper Lig. Am Sonntag gab es noch ohne den deutschen Star ein 0:3 gegen Göztepe Izmir. Das heißt: Es ist Abstiegskampf angesagt - aber Herausforderungen ist Podolski noch nie aus dem Weg gegangen.

(ce/afp)

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