dpa

Plädoyer für die Zweistaatenlösung

2.7.2019 20:30 Uhr

In Israel hat die CDU-Vorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer für die Gründung eines Palästinenserstaates neben Israel geworben. "An der verhandelten Zwei-Staaten-Lösung halte auch ich als Vorsitzende der CDU fest", sagte Kramp-Karrenbauer am Dienstag vor Journalisten in Jerusalem.

Die 56-Jährige hatte nach eigenen Angaben zuvor Ministerpräsident Benjamin Netanjahu und Präsident Reuven Rivlin getroffen. Bei den Treffen sei es auch um die Beziehung zu den Palästinensern gegangen, sagte sie.

Dass sie während ihres Aufenthalts keine palästinensischen Vertreter zu Gesprächen getroffen hat, erklärte Kramp-Karrenbauer mit Zeitmangel und dem Schwerpunkt der Reise. "Es war meine Entscheidung, bei dieser Reise das knappe Zeitfenster zu nutzen, um sich zuerst einmal mit anderen Fragen in Israel vertraut zu machen", sagte sie. Bei ihrer nächsten Reise nach Israel solle es dann auch um die deutsch-palästinensischen Beziehungen gehen.

AKK besuchte Yad Vashem

Kramp-Karrenbauer war seit Sonntagabend im Land und wollte am Dienstagnachmittag wieder zurückfliegen. Sie hatte unter anderem die Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem besucht und auf einer Sicherheitskonferenz bei Tel Aviv gesprochen.

In der Vergangenheit hatten deutsche Politiker bei einem Besuch nach Israel üblicherweise auch palästinensische Vertreter getroffen. Deutschland hält an der Zwei-Staaten-Lösung für den Konflikt zwischen Israel und Palästinensern fest. Dabei soll ein unabhängiger Staat Palästina neben Israel entstehen.

Israel hat 1967 im Sechstagekrieg unter anderem das Westjordanland, den Gazastreifen und Ost-Jerusalem erobert. Die Palästinenser wollen die Gebiete für einen eigenen Staat mit Ost-Jerusalem als Hauptstadt.

Israel war Kramp-Karrenbauers erste Reise ins außereuropäische Ausland als CDU-Vorsitzende. Zudem war es der erste Aufenthalt in Israel für die Katholikin überhaupt, wie sie selbst sagte.

(an/dpa)

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