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Pipeline Turkish Stream: Russlands Ministerpräsident reist nach Bulgarien

25.2.2019 23:55 Uhr

Die Pläne für eine Erdgasleitung nach Mitteleuropa will nun Bulgarien vorantreiben. Im Bemühen um einen Anschluss an die russisch-türkische Pipeline Turkish Stream wird am 4. März Russlands Ministerpräsident Dmitri Medwedew in der Hauptstadt Sofia erwartet.

Bei einem Vier-Augen-Gespräch mit seinem Kollegen Boiko Borissow sowie beim Treffen der Delegationen beider Länder soll es um Zusammenarbeit im Energiesektor, in der Wirtschaft und im Tourismus gehen, wie die Regierung am Montag mitteilte.

Immer bessere Beziehungen zu Russland

Damit dürfte das einstige Ostblockland die Beziehungen zu Russland weiter aufwärmen wollen, nachdem Staatspräsident Rumen Radew und Regierungschef Borissow im Mai 2018 Moskau besucht hatten. Das Parlament hatte im November eine neue Energiestrategie beschlossen, die etwa die Pipeline als eine Abzweigung der Turkish-Stream-Leitung vorsieht. Sie soll russisches Gas durch das Mittelmeer in die Türkei leiten und voraussichtlich dieses Jahr in Betrieb gehen.

Ursprünglich war geplant, dass Bulgarien an die Erdgasleitung South Stream angeschlossen wird, damit Gas aus Russland direkt in den Balkanstaat fließt. Das Projekt wurde aber nach Einwänden der EU von Russland vor gut fünf Jahren gestoppt.

(an/dpa)