dpa

Pflegevater gibt Missbrauch von Kindern in wenigen Fällen zu

12.7.2019 23:17 Uhr

Im Prozess gegen einen 57-Jährigen wegen schweren sexuellen Missbrauchs von sieben Pflegekindern in 110 Fällen hat sich der Angeklagte in wenigen Punkten geständig gezeigt. Die Vorwürfe seien so massiv, dass er nicht auf jeden einzelnen eingehen könne. "Ich muss zugeben, dass es ein oder zwei Fälle gegeben hat, wo ich voll meine Taten zugebe", sagte der Angeklagte am Donnerstag zum Prozessauftakt am Landgericht Aurich. Die meisten Anklagevorwürfe wies der Mann aber zurück.

Es handelte sich bei den Opfern stets um Jungen. Der Jüngste war zum mutmaßlichen Tatzeitpunkt fünf Jahre. Laut Anklage hat der Mann von 1999 bis 2014 die Pflegekinder, die bei ihm und seiner Frau lebten, jahrelang und immer wieder massiv sexuell missbraucht. Dabei habe er seine Macht und Überlegenheit und die psychische und materielle Abhängigkeit seiner Schutzbefohlenen als Mittel genutzt, um diese gefügig zu machen, erklärte der Staatsanwalt.

Einige Opfer sind in dem Prozess als Nebenkläger vertreten, verließen aber bei der Aussage des Angeklagten am Donnerstag den Gerichtssaal. Für den Prozess sind mehrere Fortsetzungstermine bis zum 20. August angesetzt.

(gi/dpa)

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