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Pflege für die gereizte Haut im Herbst

18.11.2019 19:14 Uhr

Sobald es draußen kühler und die Heizungen eingeschaltet werden, stellen sich bei vielen verschiedene Hautprobleme ein. Betroffen sind insbesondere die Gesichts- und Kopfhaut. Vielfach entsteht ein Spannungsgefühl. Trotz der üblichen Pflege fühlt sie sich trocken an, wird auch rissig und schuppig, weist Rötungen auf und beginnt zu jucken.

Die Haut mag ein feucht-warmes Klima, das es ihr ermöglicht, Talg zu bilden und geschmeidig zu bleiben. Mit dem Herbst wird sie vor eine große Herausforderung gestellt. Während draußen kühle Trockenheit herrscht, setzt ihr drinnen die ebenfalls trockene Heizungsluft zu. Der Säureschutzmantel der Haut wird ohne ausreichend Feuchtigkeit und Fett nach und nach immer dünner. Der Juckreiz kann also ein Warnsignal für eine bereits gestörte Barrierefunktion sein. Um die Hautprobleme zu lindern und die Entwicklung von Ekzemen zu verhindern, braucht es jetzt eine spezielle Pflege.

Gesichtspflege im Herbst

Die Entscheidung sollte nicht zwischen einer Fettcreme und einer Feuchtigkeitslotion getroffen werden. Die Haut benötigt beides. Empfehlenswert sind Produkte, die den synthetisch hergestellten Harnstoff Urea enthalten. Trockene, schuppige und spannende Haut versorgt dieser Wirkstoff, indem er Feuchtigkeit bindet. Nach dem Auftragen wird die Haut nicht allein äußerlich befeuchtet, die Bildung von Feuchtigkeit wird auch von innen angetrieben. In natürlichen Pflegemitteln ist Urea allerdings aufgrund des synthetischen Herstellungsprozesses nicht enthalten.

Anders als Jojobaöl, eigentlich ein flüssiges Wachs. Es enthält die Vitamine A und E, welche die Zellerneuerung ankurbeln, vor Schadstoffen schützen und Feuchtigkeit binden. Die rückfettende Wirkung resultiert in einer Linderung des Juckreizes. Jojobaöl kann einzeln gekauft und zur verwendeten Gesichtscreme hinzugegeben werden.

Wertvoll für die Hautpflege im Herbst ist außerdem Panthenol. Zum einen hat es eine beruhigende Wirkung. Zum anderen stärkt es die Elastizität und die Barrierefunktion der Haut, weil es auch dem Feuchtigkeitsspeicher dient.

Pflege der Kopfhaut im Herbst

Zur Pflege der Kopfhaut und Haare kann auf verschiedene Hausmittel zurückgegriffen werden. Eine gute Pflege für gereizte Kopfhaut bringt eine Reihe von Ölen: Olivenöl, Kokosöl und Arganöl können direkt aufgetragen und einmassiert werden. Ein um den Kopf geschlungenes Handtuch verhindert das Verlaufen. Am effektivsten sind diese Kuren, wenn sie über Nacht andauern. In jedem Fall müssen die Öle am Ende ausgewaschen werden. Zweimal wöchentlich sollte die Prozedur wiederholt werden. Kokosöl schützt auch die Gesichtshaut vor dem Austrocknen.

Weitere Hausmittel bieten sich an: Eigelb hat eine rückfettende Wirkung, wodurch die Kopfhaut beruhigt und vor Trockenheit bewahrt wird. Honig pflegt und desinfiziert. Insbesondere der vom neuseeländischen Teebaum gewonnene Makura-Honig ist als natürliches, vielfach einsetzbares Antibiotikum bekannt. Teebaumöl ist ein ätherisches Öl, das aufgrund seiner antiseptischen Wirkung Bakterien und Pilzen den Garaus macht. Es sollte nicht pur aufgetragen, sondern mit einem milden Shampoo vermischt werden. Empfohlen sind zehn Milliliter des Öls auf 100 Milliliter Shampoo.

(jk)

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