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Personalnot bei innovativen Unternehmen

15.1.2019 17:13 Uhr

Insbesondere innovativen Unternehmen leiden unter großer Personalnot, so das Leibniz-Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung.

Innovativen Unternehmen in Deutschland fehlen die Mitarbeiter. Nach einer Mitteilung des Leibniz-Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) sind in 107 000 Firmen, die neue Produkte oder Verfahren verkaufen, 200 000 Stellen unbesetzt. Das sind 18 Prozent aller offenen Stellen insgesamt, wie das Institut in Mannheim mitteilte. Nur verspätet oder nicht mit dem gewünschten Personal besetzt werden konnten etwa 360 000 Stellen oder 33 Prozent aller offenen Stellen. Zuvor hatte das "Handelsblatt" darüber berichtet.

Knapp ein Drittel des Umsatzes fällt auf den Fahrzeugbau

Bei den Innovationsausgaben hat die deutsche Wirtschaft im Jahr 2017 um 4,7 Prozent auf 167 Milliarden Euro zugelegt. Der Umsatz mit neuen Produkten stieg um 14,5 Prozent auf 822 Milliarden Euro. Mit Marktneuheiten beziehungsweise Produkten, die zuvor noch kein anderes Unternehmen im jeweiligen Absatzmarkt angeboten hatte, erlösten die Unternehmen 168 Milliarden Euro. Das waren 9,4 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Industrie trug 550 Milliarden Euro zum Neuproduktumsatz bei, insbesondere die Großunternehmen. Rund ein Drittel des gesamten Umsatzes mit Produktinnovationen entfiel auf den Fahrzeugbau.

Für Frühjahr und Sommer 2018 hatten die Unternehmen in Deutschland laut ZEW einen weiteren merklichen Anstieg der Innovationsausgaben um 3,4 Prozent auf dann 172,5 Milliarden Euro geplant. Für 2019 ist demnach ein moderater Zuwachs um zwei Prozent auf 175,9 Milliarden Euro vorgesehen.

(sis/dpa)