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Passwort-Manager im Überblick

20.12.2019 13:58 Uhr

Bankgeschäfte erledigen, schnell etwas einkaufen gehen oder mit Freunden verabreden, viele Bereiche des modernen Lebens werden online erledigt. Und überall gibt es einen Account mit einem separaten und sicheren Passwort - zumindest in der Theorie. Doch die Regeln für ein sicheres Passwort sind komplex. Und wie aus dem ultimativen Passwort-Guide hervorgeht, wissen 91 Prozent der Befragten einer Umfrage zwar, dass die Mehrfachnutzung von Passwörtern unsicher ist, doch dieses Wissen hält 59 Prozent der User nicht davon ab, es dennoch zu tun.

Ständig neue Passwörter kreieren, die sich anschließend auch noch gemerkt werden müssen, scheint eine zu große Herausforderung zu sein. Und dann soll auch nicht auf Klebezettel am Monitor oder ein Worddokument zurückgegriffen werden.

Doch es gibt eine Möglichkeit, die bisher von lediglich zehn Prozent der Deutschen genutzt wird: Passwort-Manager. Mit deren Unterstützung können sichere Passwörter generiert und auch verwaltet werden.

KeePass - Open Source in Bestform

Wer seine Passwörter hauptsächlich am Computer benötigt, wird von der Open Source Variante KeePass begeistert sein. Die Daten werden in einer lokal abgespeicherten Datenbank sicher verwahrt und das Risiko einer Cloud bleibt den Nutzern erspart. Doch was ein Vorteil ist, stellt leider auch gleichzeitig einen Nachteil dar. Durch die fehlende Cloud-Speicherung ist eine automatische Synchronisation mit mehreren Geräten nicht möglich.

Als Open Source Programm ist der Quellcode von KeePass offen einsehbar. Es besteht also nicht das Risiko, dass bei der Programmierung eine Hintertür versteckt wurde. Deshalb gilt es als bei seinen Nutzern als sehr vertrauenswürdig. Auch kann bei KeePass auf die 2-Faktore-Authentifizierung zurückgegriffen werden. Neben dem Passwort für die Manager-Software kann über ein Zusatztool der Schutz der Datenbank erhöht werden.

LastPass - umfassendes Angebot bereits als Free-Version

Mit LastPass können die Passwörter am Computer und am Handy sicher verwaltet werden. Durch die automatische Ausfüllfunktion bei der Anmeldung auf Internetseiten mit den jeweiligen Passwörtern ist es mehr als eine reine Verwaltungsdatenbank. Die 2-Faktoren-Authentifizierung ist ebenfalls in der kostenlosen Variante vorhanden. Und wer das Master-Passwort vergisst, kann sich auch dieses im Notfall per Mail zuschicken lassen. Dabei sollte jedoch auf keinen Fall vergessen werden, die E-Mail Adresse seht gut zu schützen.

Mit 21 Euro pro Jahr lässt sich LastPass zur Premiumversion upgraden. Damit wird die automatische Ausfüllfunktion auf Desktop-Programme erweitert. Zusätzlich ist ein Gigabyte großer Online-Speicher inbegriffen.

Doch egal ob Freeware oder Premium, die Benutzeroberfläche kann in beiden Varianten nicht intuitiv genutzt werden und auch die Hilfetexte sind nicht immer eine Unterstützung.

1password - Umfang der seinen Preis wert ist

Eine Freeversion sucht ein potenzieller Nutzer bei 1passwort vergebens, doch für die jährlichen 32 Euro der Vollversion wird viel geboten. Mit einem schlichten und übersichtlichen Design können unter dem Passwort-Manager mehrere Datenbanken organisiert werden. Dabei sind Ordner, Favoriten oder eine Suchfunktion eine große Erleichterung. Zusätzlich ist auch hier die 2-Faktoren-Authentifizierung möglich. Bei einem zu leichten Master-Passwort oder einem Kontohack bekommt der Nutzer eine Warnung.

Dashlane - Passwort-Manager mit Extraleistungen

Viele Zusatzfunktionen bietet Dashlane. Unter anderem werden die Passwörter in regelmäßigen Abständen geändert, was den Schutz deutlich steigert. Auch die Speichermöglichkeit von Rechnungen verschiedener Onlineshops gehört zu den Extraleistungen, die die Verwaltungssoftware zu etwas besonderem machen.

Mit der 2-Faktoren-Authentifizierung, einem Passwort-Check und einer Warnung bei einem unsicheren Master-Passwort oder einem Kontohack bietet Dashlane um umfassendes Angebot für die 35 Euro pro Jahr in der Vollversion.

Die einzigen Schwächen zeigt das Programm in der Free-Version. Damit ist eine Nutzung lediglich auf einem Gerät möglich und wird zusätzlich auf 50 Passwörter begrenzt.

Kaspersky - beliebt, aber nicht außergewöhnlich

Laut einer Umfrage ist Kaspersky mit 19 Prozent der beliebteste Passwort-Manager in Deutschland. Die Software ist leicht zu bedienen und bietet in der Vollversion für 13,95 Euro im Jahr klassische Features wie eine Claus-Synchronisierung oder die Verwaltung von Kreditkarten. Doch die Verwaltungssoftware hat auch Schwächen. So ist unter anderem die Autofill-Funktion nicht zuverlässig.

Als Free-Version ist Kaspersky kaum zu nutzen, da es in der Variante auf 15 Passwörter beschränkt wird.

F-Secure Key - veraltet und unübersichtlich

Auch F-Secure Key gehört zu den verbreiteten Passwort-Managern, weshalb jedoch nicht über die Schwächen hinweggesehen werden sollte. Eine auf dem ersten Blick übersichtliche Benutzeroberfläche offenbart auf dem zweiten Blick verwirrende Einzelheiten. Das macht den Umgang mit der insgesamt veralteten Benutzeroberfläche schwierig.

Doch es gibt nicht nur Negatives über F-Secure Key zu berichten. Dank einer brauchbaren Free-Version ist die Software auch ohne Kosten nutzbar. Ebenfalls im Bereich der Privatsphäre kann die Verwaltungssoftware einen Pluspunkt verbuchen: Zum Einrichten des Benutzerkontos muss keine E-Mail-Adresse angegeben werden.

Gastbeitrag von Alexander von PrivacyTutor.de

(it)

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