epa/Kiko Huesca

Parlamentswahl in Nordmazedonien aus Covid-19-Angst verschoben

18.3.2020 6:20 Uhr

Wegen der Coronavirus-Pandemie hat Nordmazedonien die am 12. April geplante vorgezogene Parlamentswahl auf unbestimmte Zeit verschoben. Dies entschied die Führung des Landes am Dienstag in Skopje.

"Die Voraussetzungen für Wahlen sind nicht gegeben", erklärte Ex-Ministerpräsident Zoran Zaev, zugleich Chef der regierenden Sozialdemokraten. "Wir müssen alle unsere Ressourcen mobilisieren, um unsere Bürger zu schützen", fügte er hinzu.

Wahlverschiebung kommt zur Unzeit

Die Wahlverschiebung trifft Nordmazedonien in einer heiklen Lage. Derzeit regiert ein Übergangskabinett unter Einbeziehung der zuvor oppositionellen Rechten. Das Parlament ist aufgelöst. Zaev war zu Jahresbeginn zurückgetreten, um Platz für das von seinem Parteikollegen Oliver Spasovski geführte Übergangskabinett zu machen.

Zaev hatte den Weg zu vorgezogenen Neuwahlen im vergangenen Herbst beschritten, nachdem klar geworden war, dass die Europäische Union (EU) entgegen ihren Versprechungen vorerst keine Verhandlungen über den Beitritt des kleinen Balkanlandes beginnen würde. In Nordmazedonien waren bis Dienstag 26 Menschen nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert.

(an/dpa)

0 Kommentare

Bitte geben Sie den Aktivierungscode ein, der an Ihre E-Mail-Adresse gesendet wurde.

Sie müssen angemeldet oder registriert sein, um mitzudiskutieren.

Sie müssen angemeldet oder registriert sein, um mitzudiskutieren.