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Parlamentswahl hat begonnen

26.5.2019 13:32 Uhr

Nach dem Bruch der Mitte-Rechts-Regierung in Belgien und der daraus resultierenden Übergangsregierung des liberalen Premierministers Charles Michel hat am Sonntag die Parlamentswahl begonnen. Zeitgleich wählen die Belgier bei der Europawahl mit und neue Regionalparlamente in Flandern, der Wallonie, der Hauptstadtregion Brüssel und das Parlament der Deutschsprachigen Gemeinschaft. In Belgien besteht Wahlpflicht, es gibt rund acht Millionen Wahlberechtigte.

Die Regierungsbildung in dem nach Regionen und Sprachgruppen zerklüfteten Land dürfte erneut schwierig werden. Michels Koalition mit der nationalistischen flämischen Partei N-VA war Ende 2018 am Streit über den UN-Migrationspakt zerbrochen. Die N-VA stellte sich gegen den Pakt. Sie stand in Flandern unter Druck des rechtsextremen Vlaams Belang. Bei der jetzigen Wahl hat die N-VA trotzdem gute Chancen, wieder stärkste Partei im Land zu werden.

Die Koalitionsbildung in Belgien ist meist langwierig. Nach den Wahlen vom Sommer 2010 dauerte sie 541 Tage. 2014 stand die Koalition immerhin nach gut vier Monaten.

(be/dpa)