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Paris bietet Ghosn konsularische Hilfe an

4.4.2019 13:39 Uhr

Der französische Wirtschafts- und Finanzminister Bruno Le Mair hat dem Automanager Carlos Ghosn konsularischen Schutz Frankreichs zugesichert. Hintergrund ist die erneute Inhaftierung des Managers.

Der frühere Renault-Chef sei aber der Gerichtsbarkeit unterworfen wie alle anderen auch, sagte Le Maire am Donnerstag den Sendern RMC und BFMTV.

Betrug angeblich auch bei Nissan

Die japanische Staatsanwaltschaft hatte den 65 Jahre alten Ghosn erneut in Untersuchungshaft gebracht, nachdem er vor nicht einmal einen Monat auf Kaution freigelassen worden war. Es werden ihm nun Missbrauch von Geldern des Konzerns Nissan vorgeworfen. Ghosn ist Architekt der Autoallianz aus Renault, Nissan und Mitsubishi.

Dem französischen Sender LCI sagte Ghosn vor seiner erneuten Verhaftung, er appelliere an die französische Regierung, ihn zu verteidigen. Er sei als Bürger im Ausland in ein "unglaubliches Räderwerk" geraten. In einer Erklärung, die in Paris nach seiner Verhaftung verbreitet wurde, teilte der Manager mit: "Ich bin unschuldig." Seine erneute Verhaftung sei "empörend und willkürlich".

(an/dpa)