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Papst spendet Segen "Urbi et Orbi"

21.4.2019 15:23 Uhr

Mit ernster Mine gedachte Papst Franziskus am Ostersonntag der Opfer der "schweren Attentate" in Sri Lanka. Seine Appelle an Frieden wirken dringlicher denn je.

Er habe die Nachricht über die Anschlagsserie "mit Trauer und Schmerz" vernommen, sagte der Pontifex vor Zehntausenden Gläubigen auf dem Petersplatz. "Ich möchte der christlichen Gemeinschaft, die getroffen wurde, als sie im Gebet versammelt war, und allen Opfern von so grausamer Gewalt meine innige Nähe ausdrücken." Das Oberhaupt der katholischen Kirche sprach von einem "dramatischen Ereignis".

Papst Franziskus feiert an diesem Sonntag mit Zehntausenden Gläubigen aus aller Welt auf dem Petersplatz in Rom die Ostermesse.

"Urbi et orbi"

Anschließend spendet er von der Loggia des Petersdoms aus den apostolischen Segen "Urbi et Orbi". In der Osternacht ermunterte das katholische Kirchenoberhaupt die Gläubigen dazu, sich nicht in Unzufriedenheit und Hoffnungslosigkeit zu verlieren.

"Manchmal wenden wir uns ausschließlich unseren Problemen zu, die nie ausgehen", sagte der Papst in seiner Predigt bei der Vigilfeier am Samstagabend im Petersdom. "Wir bitten um die Gnade, nicht von der Strömung, vom Meer der Probleme weggetragen zu werden; nicht an den Felsen der Sünde und auf den Klippen des Misstrauens und der Angst zu zerschellen."

Hundertausende Menschen in Rom

An Ostern erinnern die Christen an die Auferstehung Jesu Christi, für sie ist es das zentrale Fest. Jedes Jahr kommen Hunderttausende Menschen über die Feiertage nach Rom. Der Segen "Urbi et Orbi" gehört zu den bekanntesten Riten der römisch-katholischen Kirche. Die lateinische Formel bedeutet "Der Stadt und dem Erdkreis" und wird nur Weihnachten, Ostern und nach einer Papstwahl gespendet.

Auch im Heiligen Land werden am Sonntag Tausende Christen aus aller Welt zu den Osterfeierlichkeiten erwartet. In der Grabeskirche in der Jerusalemer Altstadt werden mehrere Messen zelebriert. Die Kirche steht an der Stelle, wo Jesus nach christlicher Überlieferung gestorben und wieder auferstanden ist. Die Polizei befand sich bereits vor den Feiertagen in erhöhter Alarmbereitschaft.

(be/dpa)