AFP

Papst Franziskus kann auch ärgerlich

1.1.2020 20:31 Uhr

Da kann dann tatsächlich auch einmal der Papst seine "göttliche Ruhe und Gelassenheit" vergessen. Als sich Papst Franziskus auf dem Petersplatz in Rom der Menge zeigte, griff eine Frau nach seiner Hand und riss so vehement am Stellvertreter Gottes auf Erden, dass der fast auf de Nase fiel. Nur durch den Einsatz von einigen Schlägen auf die Hand der Asiatin konnte sich der Papst aus dem Griff befreien und seinen Sturz verhindern. Das Video von der Aktion geht natürlich zum Jahresbeginn viral.

Ausgerechnet der sonst so friedliebende Papst hat mit einer ungewöhnlich ruppigen Aktion für den ersten Internethit des neuen Jahres gesorgt: Bei einem Bad in der Menge am Silvesterabend auf dem Petersplatz in Rom zerrte eine Gläubige derart energisch am Arm von Papst Franziskus, dass dieser fast stürzte und sich nur durch Schläge auf die Hand der Frau wieder lösen konnte. Die Bilder und Videos vom päpstlichen "Geduldsverlust", für den sich Franziskus am Mittwoch öffentlich entschuldigte, wurden in Online-Netzwerken bereits hunderttausende Male angesehen. "Wir verlieren oft die Geduld", gestand Franziskus bei der Messe am Neujahrstag im Vatikan. "Das passiert mir auch. Ich entschuldige mich für das schlechte Beispiel von gestern", sagte das Oberhaupt der katholischen Kirche.

Auch der Pontifex ist nur ein Mensch

Der 83-Jährige hatte sich nach dem Aufeinandertreffen mit der asiatischen Gläubigen mit verärgertem Gesicht von der Menge abgewandt. Zwar setzte er seinen Rundgang fort, ging aber zunächst mit einigen Schwierigkeiten und einem etwas größeren Abstand zu den Besuchern. Erst als er Kindern die Hände schüttelte, entspannte sich Franziskus wieder.

Aus der Internetgemeinde bekam der Pontifex vielfach Unterstützung für seine ruppige, instinktive Reaktion: "Er ist menschlich", hieß es in einem typischen Kommentar im Kurzbotschaftendienst Twitter. Papst zu sein, mache einen "nicht immun gegen Schmerzen". In seiner Messe am Neujahrstag prangerte der Papst nach seiner Entschuldigung "jede Gewalt gegen Frauen" als "eine Entweihung Gottes, geboren von einer Frau" an. Frauen würden ständig "beleidigt, geschlagen, missbraucht und zur Prostitution gezwungen" beklagte das Kirchenoberhaupt in seiner Rede.

(ce/afp)

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