afp

Papst bezeichnet Waldbrände als Folge von Profitgier

6.10.2019 17:10 Uhr

Zum Auftakt der Amazonas-Synode am Sonntag im Vatikan hat der Papst die verheerenden Waldbrände als eine Folge von Profitgier bezeichnet.

"Das von zerstörerischen Interessen angefachte Feuer, wie es jüngst den Amazonas verwüstete, ist nicht das Feuer des Evangeliums", sagte das Oberhaupt der katholischen Kirche zum Auftakt der Amazonas-Synode am Sonntag im Vatikan. Das Feuer des Evangeliums speise sich vom "Teilen und nicht von Profiten", sagte der Papst weiter. Ziel des zerstörerischen Feuers hingegen sei es, alle "Vielfalt zu zerstören, um alles und alle einheitlich zu machen".

184 Kirchenvertreter aus neun Staaten

Die dreiwöchige Synode befasst sich mit den Nöten der gefährdeten Urbevölkerung im Amazonas-Gebiet. An ihre nehmen auf Einladung des aus Argentinien stammenden Papstes 184 Kirchenvertreter aus neun Staaten teil, darunter 57 Vertreter aus Brasilien. Als Diskussionsgrundlage dient ein 80-seitiges Dokument, in dem es um soziale Ungerechtigkeit, Umweltprobleme und Klimawandel geht."Den Gemeinschaften der Ureinwohner verdanken wir tausende Jahre des Schutzes und der Kultivierung des Amazonas", heißt es in dem Arbeitsentwurf. Die Erde sei von einer zerstörerischen Entwicklung bedroht.

(be/afp)

0 Kommentare

Bitte geben Sie den Aktivierungscode ein, der an Ihre E-Mail-Adresse gesendet wurde.

Sie müssen angemeldet oder registriert sein, um mitzudiskutieren.

Sie müssen angemeldet oder registriert sein, um mitzudiskutieren.