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Panama: Papst geißelt Korruption

24.1.2019 18:59 Uhr

Die Politiker von Panama sollen sich von Korruption fernhalten. Das fordert Papst Franziskus bei seiner Reise durch das mittelamerikanische Land. Die jungen Generationen forderten von den Erwachsenen, "besonders aber von allen, die im öffentlichen Leben eine Führungsrolle innehaben", dass sie ein Leben führten, das der Würde und der Autorität ihrer Ämter entspreche, sagte das katholische Kirchenoberhaupt am Donnerstag bei einem Empfang im Außenministerium in Panama-Stadt.

Daran nahmen auch Staatspräsident Juan Carlos Varela, das diplomatische Corps und Vertreter der Zivilgesellschaft teil.

"Eine andere Welt ist möglich"

"Es geht darum, ein Leben zu führen, das deutlich macht, dass der Dienst an der Öffentlichkeit für Ehrlichkeit und Gerechtigkeit steht und das Gegenteil jeglicher Form von Korruption ist", fügte der Papst hinzu. Der Argentinier ist zum Weltjugendtag der katholischen Kirche in das mittelamerikanische Land gekommen. Nach den Worten des Papstes trotzten die Jugendlichen Ansichten, wonach das Gesetz des Stärkeren und die Konkurrenzfähigkeit der einzige gangbare Weg im Leben sei. "Eine andere Welt ist möglich", sagte Franziskus.

Nach Angaben der Veranstalter sind rund 100 000 junge Pilger aus aller Welt zum Weltjugendtag gekommen. Am Donnerstag wollte Franziskus auch mittelamerikanische Bischöfe treffen und am Abend erstmals eine Ansprache vor den Teilnehmern des Weltjugendtags halten.

(an/afp)