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Palmöl-Streit: Malaysia will wohl keine europäische Kampfjets

24.3.2019 16:00 Uhr

Malaysia will auf den Kauf europäischer Kampfjets verzichten. Grund sind die Drosselungen einer EU-Länder beim Kauf des umstrittenen Palmöls. Anstatt die Luftwaffe seines Landes wie geplant mit französischen Rafale-Kampfflugzeugen oder dem Eurofighter Typhoon auszustatten, könnten Kampfjets in anderen Ländern gekauft werden, sagte Premierminister Mahathir Mohamad am Sonntag. "Wenn sie weiter gegen uns vorgehen, werden wir darüber nachdenken, Flugzeuge aus China oder anderen Ländern zu kaufen", sagte Mahathir der staatlichen Nachrichtenagentur Bernama zufolge.

Die weltweit größten Palmölproduzenten Malaysia und Indonesien liegen mit der EU im Streit um den Anbau von Palmöl und dessen Folgen für die Umwelt. Wegen illegaler Rodungen und der Zerstörung des Lebensraums von Wildtieren in den südostasiatischen Herkunftsländern des pflanzlichen Rohstoffs hat die EU angekündigt, schrittweise aus der Nutzung von Palmöl für die Biodieselproduktion auszusteigen.

Keine Kriegserklärung

Mahathir versicherte, seine Boykott-Drohung gegen europäische Kampfjets sei nicht als "Kriegserklärung" an die EU gemeint, die ein wichtiger Handelspartner für Malaysia ist. Der Regierungschef gab seine Erklärung vor einer internationalen Luftfahrt- und Verteidigungsausstellung ab, zu der sich ab Montag internationale Waffenhersteller auf der malaysischen Insel Langkawi treffen.

Palmöl-Bauern sind eine wichtige Wählergruppe für die Regierungen in Malaysia und im benachbarten Indonesien. Beide Länder versuchen, die weltweite Nachfrage nach Palmöl anzukurbeln. Der pflanzliche Rohstoff wird in zahllosen Produkten von Keksen über Shampoo und Make-Up bis zur Schokocreme eingesetzt.

(an/afp)

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