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Palästinenser planen Proteste

27.3.2019 19:48 Uhr

Zum "Eine-Million-Marsch" haben die Organisatoren der Massendemonstrationen an der Gaza-Grenze aufgerufen. Am 30. März jährt sich der Beginn der Demonstrationen, bei denen es häufig zu gewaltsamen Auseinandersetzungen mit israelischen Soldaten kam.

"Dieser Tag wird ein besonderer Tag für das palästinensische Volk und seine gerechte Sache sein", sagte Momen Asis vom Nationalen Komitee des "Marsches der Rückkehr" am Mittwoch. Seit Beginn der Proteste wurden mehr als 260 Palästinenser getötet und Tausende verletzt.

Dem Komitee gehören auch Vertreter der im Gazastreifen herrschenden Hamas an. Sie steht zurzeit wegen der schlechten Lebensverhältnisse unter Druck. In dem Küstenstreifen leben rund zwei Millionen Menschen. Es mangelt unter anderem an Trinkwasser und Strom. Ägypten bemüht sich aktuell um eine Waffenruhe, nachdem militante Palästinenser aus dem Gazastreifen Israel mit Raketen beschossen und Israels Armee Ziele in dem Gebiet angegriffen hatte.

"Tag des Bodens"

Die Demonstranten am Grenzzaun fordern unter anderem ein Ende der seit mehr als einem Jahrzehnt andauernden Blockade des Palästinensergebiets am Mittelmeer. Außerdem verlangen sie ein Recht auf Rückkehr in Gebiete, die heute zu Israel gehören. Israel und Ägypten begründen die Blockade mit Sicherheitsinteressen. Die radikalislamische Hamas wird von der EU, Israel und den USA als Terrororganisation eingestuft.

Asis verwies auch auf den "Tag des Bodens". Dabei gedenken die Palästinenser stets massiver Landenteignungen. "Die Demonstrationen werden friedlich sein." Man werde den Teilnehmern sagen, dass sie sich vom Grenzzaun fernhalten sollen. Es werde zudem ähnliche Proteste in Israel, in Jerusalem und dem Westjordanland geben. Dort werde man zu Konfrontationen mit israelischen Soldaten aufrufen.

(an/dpa)