epa/Mohamad Saber

Palästinenser kritisieren US-Plan

29.6.2019 0:39 Uhr

Scharfe Kritik an der in Bahrain zu Ende gegangen Konfernez zum Aufbau der palästinensischen Wirtschaft hat Sozialminister Ahmed Madschdalani geübt. Ohne politische Lösung seien Wirtschaftsfragen obsolet.

"Wir wollen ein Ende der Besatzung. Wir wollen Selbstbestimmung. Wir wollen keine wirtschaftliche Lösung, die unser Leben unter Besatzung verbessert", sagte Madschdalani am Donnerstag in Genf.

Ungeklärte Finanzierung

Die Konferenz in Bahrain war Teil eines von den USA angekündigten, aber bislang nicht veröffentlichten Plans für die Lösung des Nahost-Konflikts. Die USA wollen eine Million Jobs für die Palästinenser schaffen. Wo das Geld herkommen soll, ist noch unklar.

Madschdalani sprach in Genf zum Auftakt einer zweitägigen Konferenz über die Frage, wie der kulturelle und religiöse Charakter Jerusalems bewahrt werden kann. Eingeladen hat der UN-Ausschuss zur Ausübung der unveräußerlichen Rechte des palästinensischen Volkes (CEIRPP). Dieser Ausschuss wurde 1975 von der UN-Vollversammlung eingerichtet. Aus Israel nahm kein Regierungsvertreter teil.

Die Palästinenser fordern einen eigenen Staat mit dem von Israel besetzten Ost-Jerusalem als Hauptstadt. Israel beansprucht dagegen ganz Jerusalem als seine "ewige, unteilbare" Hauptstadt.

(an/dpa)

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