Symbolbild: epa/Rehan Khan

Pakistans Militär kontrolliert Ausgangssperre

24.3.2020 8:14 Uhr

Im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus hat Pakistan das Militär mobilisiert. Truppen der Armee und paramilitärischer Einheiten sollen die zivilen Verwaltungen der Provinzen bei der Einhaltung von Ausgangssperren unterstützen, hieß es am Montag aus dem Innenministerium.

Die Provinzverwaltungen Pakistans hatten zuvor angekündigt, die Städte stillzulegen und Ausgangssperren zu verhängen. Ausgenommen sei die Versorgung mit Lebensmitteln und Medikamenten sowie die notwendigsten Dienste, Menschen würden aufgefordert zu Hause zu bleiben.

Sperre gilt zwei Wochen

In der zentralen Provinz Punjab mit über 100 Millionen Einwohnern sei der öffentliche Verkehr zum Stillstand gebracht worden, Restaurants, Einkaufszentren und Parks blieben geschlossen, hieß es. Straßen seien wie leer gefegt gewesen. Die Sperre soll zunächst zwei Wochen gelten, sagte der Ministerpräsident der Provinz Punjab, Usman Buzdar. Danach wolle man die Lage neu beurteilen.

In er südlichen Provinz Sindh mit besonders vielen Infektionen gilt schon seit Samstag eine Ausgangssperre. Über 800 Menschen hatten sich bis zum Montag nach Angaben des Gesundheitsministeriums mit Sars-CoV-2 infiziert. Mindestens sechs seien bereits an den Folgen gestorben. Das Gesundheitssystem in dem Land mit über 200 Millionen Menschen gilt als angeschlagen.

Am Sonntag hatte Pakistans Premierminister Imran Khan landesweite Ausgangssperren noch ausgeschlossen. In den sozialen Medien forderten Nutzer unter dem Hashtag #LockDownPakistan aber eine landesweite Ausgangssperre, um die Ausbreitung des Virus einzuschränken. Pakistan hatte als Reaktion bereits alle internationalen Flüge für zwei Wochen ausgesetzt.

(an/dpa)

0 Kommentare

Bitte geben Sie den Aktivierungscode ein, der an Ihre E-Mail-Adresse gesendet wurde.

Sie müssen angemeldet oder registriert sein, um mitzudiskutieren.

Sie müssen angemeldet oder registriert sein, um mitzudiskutieren.