epa/Shahzaib Akber

Pakistan kritisiert Platz auf Schwarzer Liste der Religionsfreiheit

12.12.2018 10:45 Uhr

Pakistan wurde von den USA als eines jener Länder eingestuft, in denen die Religionsfreiheit arg eingeschränkt ist. Islamabad kritisierte die Aufnahme in die Schwarze Liste am Mittwoch als "politisch motiviert". Pakistan sei eine "multireligiöse und pluralistische Gesellschaft, in der Menschen verschiedener Glaubensrichtungen und Konfessionen zusammenleben", hieß es in einer Erklärung des pakistanischen Außenministeriums.

US-Außenminister Mike Pompeo hatte am Dienstag in Washington mitgeteilt, Pakistan werde nun unter jenen zehn Staaten aufgeführt, die "besondere Sorge" hinsichtlich der Verfolgung von Menschen aufgrund ihrer Religion auslösten.

Proteste gegen Freilassung von Asia Bibi

Rund vier Prozent der Bevölkerung in Pakistan sind Christen, Hindus, Sikhs oder Buddhisten. Die Minderheiten beklagten in der Vergangenheit Marginalisierung und Diskriminierung. Vor allem das Blasphemiegesetz ist umstritten. Gleichzeitig wurde Ende Oktober die Christin Asia Bibi von Vorwürfen der Gotteslästerung freigesprochen. Die Regierung geht zudem gegen die Partei des radikalislamischen Predigers Khadim Rizvi vor, die hinter Anfeindungen gegen Bibi und Protesten gegen ihre Freilassung steht.

Die US-pakistanischen Beziehungen sind zerrüttet. Die USA werfen Pakistan vor, die afghanischen Taliban unter anderem mit Zufluchtsorten in Pakistan zu unterstützen und so die Aufbaubemühungen in Afghanistan zu stören. Islamabad bestreitet dies.

(an/dpa)

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