epa/Shazaib Akber

Pakistan feiert Abschuss des indischen Kampfjets

28.2.2020 11:28 Uhr

Ein Jahr nach dem Abschuss eines indischen Kampfjets hat Pakistan landesweite Feierlichkeiten ausgerufen. Dafür wurde unter anderem am Donnerstag eine Flugschau in der Hafenstadt Karachi veranstaltet. Ministerpräsident Imran Khan hatte am Abend zuvor die pakistanische Luftwaffe in einer Rede an politische und militärische Führungskräften gelobt.

Überregionale Zeitungen in Pakistan räumten dem militärischen Zwischenfall vor einem Jahr ganze Seiten ein und gratulierten dem Land für die Intervention, die Pakistans Regierung als "Nationalen Überraschungstag" bezeichnete. Kritiker betrachteten die Feierlichkeiten als Provokation gegen Indien.

Internationale Angst vor einer Eskalation

Der militärische Zwischenfall am 27. Februar 2019 hatte internationale Sorgen ausgelöst, dass erneut ein Konflikt zwischen den beiden Atommächten ausbrechen könnte. Damals wurde in der von Indien und Pakistan umstrittenen Grenzregion Kaschmir ein indischer Kampfjet abgeschossen, der Pilot geriet in Gefangenschaft.

Beide Länder beherrschen jeweils einen Teil des Kaschmir-Tals. Sowohl Indien als auch Pakistan beanspruchten das Himalaya-Tal für sich. Sie führten 1947 und 1965 Kriege wegen des Gebiets, 1999 und 2019 gab es erneut Gefechte. Anfang August 2019 hatte Indien der indisch-kontrollierten Kaschmir-Region den Autonomiestatus entzogen und damit die Spannungen im Verhältnis zu Pakistan schlagartig erhöht. Seitdem häufen sich Scharmützel entlang der Kontrolllinie.

(an/dpa)

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